"Passagier 23": Sebastian Fitzek über den perfekten Mord

Mord an Bord! GOLDENE KAMERA begleitete Thriller-Autor Sebastian Fitzek beim Dreh von "Passagier 23" und sprach mit den Schauspielern Picco von Groote und Oliver Mommsen.

Jedes Jahr verschwinden rund 20 Menschen auf hoher See spurlos von Kreuzfahrtschiffen - so wird geschätzt. Über die wahre Zahl wird geschwiegen. Es sind so viele, dass es einen Begriff dafür gibt: Passagier 23. Darüber hat Deutschlands erfolgreichster Thriller-Autor Sebastian Fitzek einen Roman geschrieben, der nun von RTL verfilmt wird. Am Set von "Passagier 23" trafen wir den 47-Jährigen zum "Verhör":

Sebastian Fitzek über seine Romanverfilmung "Passagier 23"

Darum geht's in "Passagier 23"

Auf einer Kreuzfahrt von Southhampton nach New York verschwanden die Ehefrau und der Sohn des Polizeipsychologen Martin Schwartz (Lucas Gregorowicz) spurlos vom Luxusdampfer "Sirius". Fünf Jahre später kehrt Schwartz auf das Schiff zurück. Inzwischen, so weiß er von einer Informantin, hat die Besatzung den Teddy seines Sohnes gefunden – bei einem Mädchen, das ebenfalls verschwunden war.

Der verzweifelte Vater legt sich bei seinen Nachforschungen mit Schiffsärztin Elena (Picco von Groote) und "Sirius"-Kapitän Bonhoeffer (Oliver Mommsen) an und gerät bald selbst in Lebensgefahr ...

Welche spannenden Wendungen die Zuschauer erwartet und vor welchen Herausforderungen Picco von Groote und Oliver Mommsen beim Dreh standen, verraten die Schauspieler im Interview:

Picco von Groote und Oliver Mommsen über "Passagier 23"

Das ist die Story von Sebastian Fitzeks Bestseller "Passagier 23", den RTL jetzt verfilmt hat und am 13. Dezember, um 20.15 Uhr, zeigt. GOLDENE KAMERA traf den Thriller-Autor am Set – an Bord eines spanischen Touristenschiffs, dessen Name nicht genannt werden darf, so lautete die Bedingung der Reederei für den Dreh. "Ein Luxusliner wie dieser ist der perfekte Ort für ein Verbrechen", findet Fitzek. "Weil man hier die Möglichkeit hat, jemanden für immer verschwinden zu lassen."

Auch in Wirklichkeit verschwinden Passagiere manchmal spurlos. Ob sie aus freien Stücken aus dem Leben scheiden oder als Opfer einer Gewalttat über Bord gehen, sei, so Fitzek, nicht selten mit Fragezeichen behaftet. Denn: "Einen Suizid kann eine Reederei verkraften. Aber einen Mord nicht."

Der Dreh zwischen 3000 Urlaubern

Auf einem echten Kreuzfahrtschiff zu drehen war eine Herausforderung für alle Beteiligten. Produzentin Barbara Thielen findet die Logistik "irre". Schon im Vorfeld, weil Kabinen für Stars und Team bereits eineinhalb Jahre vor Drehstart gebucht werden mussten. Aber erst recht während des Drehs: "Wir arbeiten im laufenden Betrieb, der Urlaub der 3000 Passagiere darf nicht gestört werden."

Und "Kapitän" Oliver Mommsen fehlt auf See nicht nur das Internet, sondern auch Raum, sich zurückzuziehen: "Es ist eine völlig neue Situation, dass man sich als Filmteam nicht xabschirmen kann!" Mal eben verschwinden? Ist gar nicht so einfach an Bord.

GOLDENE KAMERA Filmbewertung

Verschwörungsfanatiker kommen voll auf ihre Kosten in dieser zugegeben mächtig konstruierten, aber straff inszenierten Romanadaption.