Auf diese TV-Highlights können Sie sich 2019 freuen

Die Free-TV-Sender bieten 2019 neue Krimikost, starbesetzte Filme sowie historische Stoffe zum Bauhaus- und Mauerfall-Jubiläum. Ein Ausblick auf die TV-Höhepunkte 2019.

Dauerbrenner im TV sind Krimis - doch auch historische Stoffe oder Biopics kommen bei den Zuschauern gut an. Ganz weit vorne in der Gunst der Zuschauer stehen auch Serien. Das wissen auch die Programmverantwortlichen und gehen voll auf die Wünsche des Publikums ein. Wir stellen die TV-Highlights 2019 vor.

Neue Krimis und Krimi-Reihen

Das ZDF eröffnet das neue Krimi-Jahr mit dem spannenden Zweiteiler und GOLDENE KAMERA-Kandidat "Die verschwundene Familie" (am 7. und 8. Januar 2019, jeweils um 20.15 Uhr). Wie bereits 2015 in "Tod eines Mädchens" ermitteln Heino Ferch als Simon Kessler von der Hamburger Mordkommission und Barbara Auer als seine Kieler Kollegin Hella Christensen in einem Todes- und Vermisstenfall an der Ostseeküste.

Mit "Totengebet" (am 15. Januar, 20.15 Uhr) zeigt das ZDF den fünfte Fall für Joachim Vernau, gespielt von Jan Josef Liefers. Diesmal wird der Anwalt mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Auch Fritzi Haberlandt ist zwei Jahre nach "Der Chef ist tot" wieder als kuriose Kommissarin Schweiger zu sehen: In "Mord geht immer - Der Koch ist tot" (23. Januar 2019, 20.15 Uhr, ZDF) muss sie den Mord an einen cholerischen Küchenchef aufklären.

Drama, Thrill und deutsch-deutsche Geschichte verspricht der neue zweiteilige ZDF-Krimi "Walpurgisnacht". 1988 in der DDR: Die zwei ungleichen Ermittler Karl Albers (Ronald Zehrfeld), Hauptwachtmeister der Volkspolizei, und Nadja Paulitz (Silke Bodenbender), Hauptkommissarin der BRD, ermitteln in einer Mordserie in Zeiten von Gorbatschow über die innerdeutsche Grenze hinweg.

Im Ersten startet auf dem Krimisendeplatz am Donnerstag die neue Reihe "Der Irland-Krimi" mit Désirée Nosbusch als sensible Polizeipsychologin Cathrin Blake in der Hauptrolle. 2019 werden voraussichtlich die zwei Filme der Reihe "Gefallene Mädchen" (AT) und "Das Mädchen am Ufer des Corrib" (AT) gezeigt. In der Verfilmung des Romans von Jan Weiler "Kühn hat zu tun" bekommt es Hauptkomissar Martin Kühn (Thomas Loibl) am 30. Januar 2019, um 20.15 Uhr, im Ersten mit einer Leiche in seinem eigenen Garten zu tun.

Spannung pur verspricht auch der ARD-Zweiteiler "Unschuldig" von Nicolai Rohde. Darin kämpft Alex Schwarz (Felix Klare) um seine Kinder. Sieben Jahre saß er für den vermeintlichen Mord an seiner Frau Dana im Knast. Als er durch Revision einer Zeugenaussage freikommt versucht er, seine Kinder wieder zu sich zu holen - und der wahre Mörder muss auch noch gefunden werden.

Nicht ganz so ernst dürfte es im ARD-Krimi "Tödliches Comeback" zugehen, in dem ein unterschiedliches Vater-Sohn-Gespann einen Mord aufklären muss: Vollblutmusiker Roy (Martin Brambach) verdient mit illegalen Geschäften sein Geld, Bruno (Ben Münchow) hingegen möchte eines Tages bei der Mordkommission arbeiten. Als Bruno nicht ganz freiwillig wieder Kontakt mit seinem Vater aufnimmt, gerät er in einen Strudel aus Gewalt und Verbrechen.

Deutsche Serien im Free-TV

Viele deutsche Serien gehen 2019 in die Verlängerung, so z. B. "Charité" (ARD), "Babylon Berlin" (ARD/Sky) oder "Bad Banks" (ZDF). Unser GOLDENE KAMERA-Gewinner "4 Blocks" (ZDFneo) und "Schuld" (ZDF) mit Moritz Bleibtreu als Anwalt Friedrich Kronberg werden hingegen 2019 zu Ende erzählt werden.

Doch auch neue Serien wird es geben - hier nur eine kleine Auswahl:

Zum Bauhaus-Jubiläum bringt das ZDF mit "Die neue Zeit" eine 6-teilige Serie an den Start: Sie beginnt 1919 mit der Gründung des Staatlichen Bauhauses durch Walter Gropius, gespielt von August Diehl und endet 1925, als das Bauhaus aus politischen Gründen nach Dessau umziehen muss.

Voraussichtlich im Februar 2019 startet bei ZDFneo die Krimiserie "Dead End". Emma (Antje Traue) muss nach ihrem Studium in den USA zurück in ihr Heimatdorf, um ihren Vater bei seiner Arbeit als örtlicher Leichenbeschauer zu unterstützen. Doch als Pathologin schaut sie genauer hin - und der eine oder andere Todesfall entpuppt sich als Kriminalfall. Auf Gegenliebe stößt sie mit ihren Recherchen allerdings nicht...

Wann genau die Comedyserie "Merz gegen Merz" 2019 im ZDF ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest, wohl aber, dass hier das Thema Scheidung von Annette Frier und Christoph Maria Herbst, die in den Hauptrollen als Ehepaar Merz zu sehen sind, eher lustig betrachtet wird. Ihre Ehe soll nicht wie im Hollywood-Klassiker "Kramer gegen Kramer" vor Gericht enden - und deshalb bemühen sie sich in den acht 22-minütigen Folgen mithilfe einer Paartherapeutin (Lena Dörrie) wieder zueinander zu finden.

Bei Sat.1 soll Anfang 2019 die neue Krimi-Serie "Der Bulle und das Biest" mit Jens Atzorn in der Tradition des Schäferhund-Klassikers starten. Auch den Überraschungshit des Jahres in den Niederlanden, die Sitcom "De Luizenmoeder" - übersetzt: "Die Läusemutter" - zeigt der Privatsender. Und Vox lockt mit großen Namen: Jürgen Vogel und Bettina Lamprecht spielen in "Wann sind wir da" die Eltern von drei sehr unterschiedlichen Kids.

Die Film-Highlights 2019

Auch 2019 bringen die Free-TV-Sender zahlreiche Spielfilm-Highlights ins Programm. Unter anderem kommen die zwei - bei den Zuschauern sehr beliebten - Langzeitarbeitslosen Günther Kuballa (Armin Rohde) und Wolfgang Krettek (Ludger Pistor) mit "Schnitzel de Luxe" zurück auf den Bildschirm. Die zwei liebenswerten Chaoten wollen diesmal einen Imbiss kaufen - am 9. Januar 2019, um 20.15 Uhr, im Ersten.

Im Ersten darf ein Starensemble für den TV-Film "Klassentreffen" (voraussichtlich im 1. Halbjahr 2019) improvisieren! Unter anderem spielen Annette Frier, Charly Hübner, Anja Kling und Nina Kunzendorf einfach mal "drauf los". Die Story: 17 ehemalige Klassenkameraden treffen sich in einer Gaststätte. Wie schon bei Jan Georg Schüttes vorherigen Impro-Filmen ("Alterglühen" und "Wellness für Paare") gab es auch diesmal kein Drehbuch für die Akteure, sondern lediglich Rollenprofile, auf dessen Grundlage alle improvisieren mussten.

Die Grandes Dames der Schauspielkunst vereinigen sich im ARD-Film "Club der einsamen Herzen": Kiki (Hannelore Elsner), Maria (Uschi Glas) und Helga (Jutta Speidel) haben ihren Jugendtraum vom eigenen Tanzcafé auf ihren Lebenswegen ebenso verloren wie ihre dicke Freundschaft und den Glauben an die Liebe. Doch auch im Alter kann man sich verändern - das beweist Kiki, die das Leben aller plötzlich auf den Kopf stellt.

Mit Starbesetzung kommt auch der ARD-Film "Alte Bande" daher. Der rheinische Schwerkriminelle Boxer (Mario Adorf) hat sein halbes Leben im Knast verbracht. Als er verlegt wird, trifft er auf seinen früheren Kumpan Wallberg (Tilo Prückner). Der hilft ihm, eine verpasste Chance nachzuholen. Unterstützt vom alten Bandenmitglied Henne (Hermann Beyer) planen sie ihren Ausbruch.

Iris Berben wird in "Hanne" (voraussichtlich im Herbst 2019 im Ersten) einen Tag nach ihrer Pensionierung mit dem Verdacht auf eine schwere Krankheit konfrontiert. Erst nach dem Wochenende soll sie die endgültige Diagnose bekommen - bis dahin ist sie hin- und hergerissen zwischen panischer Angst und nie gekannter Lust auf Abenteuer. Dabei droht sie, die Kontrolle zu verlieren.

Historische Stoffe und Biopics

Zeithistorische Themen bieten sich vor allem zu Jubiläen an. So zeigt das Erste zum 100-jährigen Gründungsjubiläum des Bauhauses den Eventfilm "Lotte am Bauhaus" und zum 30. Jahrestag des Berliner Mauerfalls am 9. November 2019 folgt der Spionagethriller "Wendezeit".

Als generationenübergreifendes Epos angelegt, spannt der ZDF-Dreiteiler "Bella Germania" (voraussichtlich im März 2019) mit Natalia Belitski in der Hauptrolle den Bogen von den ersten italienischen Gastarbeitern der 60er Jahre auf ihrem Weg vom fremden Gast zum vertrauten Nachbarn im Deutschland von heute. Und über eine Zeitspanne von 40 Jahren erzählt Regisseur Heinrich Breloer das von Kunst, Frauen und Zeitgeschichte so bewegte Leben des meistgespielten deutschen Dramatikers des 20. Jahrhunderts: Arte und Das Erste zeigen "Brecht" voraussichtlich im März 2019.

Das Biopic "Die Affäre Borgward" (7. Januar 2019, 20.15 Uhr, Das Erste) erzählt vom plötzlichen Bankrott des Automobilherstellers. Bis heute gibt es offene Fragen, was damals geschah, auch zur Verbindung zwischen Politik und Industrie.

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