Unfall oder Mord im "Tatort: Weiter, immer weiter"?

Im "Tatort: Weiter, immer weiter" (Sonntag, 6. Januar, 20.15 Uhr im Ersten) müssen Ballauf und Schenk den mysteriösen Tod eines jungen Mannes klären.

Im Kölner "Tatort" glänzt Roeland Wiesnekker an der Seite von Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär.

Darum geht's im "Tatort: Weiter, immer weiter"

Eine nächtliche Verkehrskontrolle in Köln läuft völlig aus dem Ruder. Als der Streifenpolizist Frank Lorenz (Roeland Wiesnekker) den jungen Pascal Pohl bittet, aus seinem Auto auszusteigen, rennt dieser in Panik weg. Dabei übersieht er eine herannahende Straßenbahn. Er wird erfasst und stirbt noch am Unfallort.

Obwohl alles nach einem Unfall aussieht, werden Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) von der Mordkommission eingeschaltet. Lorenz glaubt, dass das Opfer von Drogendealern verfolgt und somit zu Tode gehetzt wurde. Bei den Nachforschungen stoßen die beiden Kommissare auf die russischen Mafia.

Hintergrund

Gerade erst vor einem Monat hat Roeland Wiesnekker seinen Einstand als Ermittler in "Der Prag­ Krimi" gefeiert und schon ermittelt er auch im "Tatort". In der Rolle des Streifenpolizisten will er es mit der russischen Mafia aufnehmen.

In den "Tatort"-Reihen ist Wiesnekker ein gerngesehener Gast. Der 51-Jährige stand im Frankfurter "Tatort" (u.a. in den Folgen "Wendehammer", "Die Geschichte vom bösen Friederich") als Kommissariatsleiter Riefenstahl oder auch als Bewährungshelfer im Bremer-"Tatort" vor der Kamera. In der Ludwigshafener Reihe spielte er den Vater eines 7-jährigen ermordeten Mädchens. Auch neben Ballauf und Schenk war Wiesnekker bereits zwei Mal zu sehen: Im Kölner "Tatort: Mit ruhiger Hand" spielte er Mörder seiner eigenen Ehefrau und im "Tatort: Fette Hunde" wurde sein Sohn entführt.

Der Schweizer Schauspieler war bereits für den Kurzfilm "Auf der Strecke" für den Oscar nominiert. Er erhielt den Schweizer Filmpreis als Bester Hauptdarsteller für "Strähl" und den Deutschen Fernsehpreis und den Preis der Deutschen Akademie für Fernsehen für "Spreewaldkrimi – Mörderische Hitze".

GOLDENE KAMERA-Filmkritik

Vom Leben gezeichnete Charaktere sind Roeland Wiesnekkers Steckenpferd. Auch im "Tatort: Weiter, immer weiter" glänzt er in einer solchen Rolle. Die verschiedenen Parallelstränge finden hier stimmig zueinander. Die beiden Autoren und Grimme-Preisträger haben nur ein Jahr nach dem "Tatort: Alles was sie sagen" wieder ihr erzählerisches Talent unter Beweis gestellt. Die Bilder sind stimmig und das Ende ist gut aufgelöst und kann überraschen – aber nur dann, wenn der geübte Krimigucker es nicht vorher erahnt...