"Das ewige Leben": Morde unter Freunden

Privatdetektiv Brenner kehrt abgebrannt nach Graz zurück. Gerade in sein Elternhaus eingezogen, kommt es auch schon zu Morden.

"Das ewige Leben" (17. Januar, 22.45 Uhr, BR) ist die bereits vierte Verfilmung eines Brenner-Krimis. Und die ist noch weniger krimikonform, noch kantiger als die Vorgänger.

Trailer zu "Das ewige Leben"

Darum geht's in "Das ewige Leben"

Privatdetektiv Simon Brenner (Josef Hader) ist ganz unten. Er hat weder Job noch Obdach und vom Amt hat er auch keine Hilfe zu erwarten. In seiner Not zieht er in sein Elternhaus in Graz. Dort sind wenigstens auch seine Jugendfreunde Köck (Roland Düringer), inzwischen Antiquitätenhändler, und Aschenbrenner (Tobias Moretti), der zum Leiter des Steirischen Landeskriminalamtes aufgestiegen ist. Als er Kontakt zu Köck aufnimmt, holt ihn seine Vergangenheit ein: Die drei waren vor vielen Jahren in ein Verbrechen verwickelt und das soll auf keinen Fall ans Licht.

Als Brenner eine derartig fiese Migräne plagt, greift er zur Waffe und schiesst sich kurzerhand in den Kopf. Im Krankenhaus erwacht er aus dem Koma und kann sich an nichts mehr erinnern. Die Ärztin Dr. Irrsiegler (Nora von Waldstätten) geht von Suizid aus. Doch ihm scheint dieses Szenario sehr unwahrscheinlich. Dann wird auch noch seinem Freund Köck ein Besuch abgestattet, der für ihn tödliche Konsequenzen hat. Brenner macht sich auf die Suche nach dem Mörder. Kann es sein, dass ihnen Aschenbrenner nach dem Leben trachten wollte?

Hintergrund

"Das ewige Leben" ist die bisher skurrilste Brenner-Verfilmung von Regisseur Wolfgang Murnberger, Autor Wolf Haas und Kabarettist Josef Hader. Die Krimikomödie ist die Fortsetzung der zuvor entstandenen Buchverfilmungen "Komm, süßer Tod" (2000), "Silentium" (2004) und "Der Knochenmann" (2009). 2015 wurde die Krimikomödie von der Deutschen Film- und Medienbewertung mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet. 2016 erhielt er den Romy in der Kategorie "Bester Kinofilm".

Filmbewertung

Das österreichische Dreamteam Wolfgang Murnberger, Wolf Haas und Josef Hader schlägt wieder absurd-schräge Heimattöne an. Herausgekommen ist eine brillante Mischung aus schwarzhumorigem Thriller und lakonischer Sozialstudie. Absolut sehenswert!