"Mord geht immer - Der Koch ist tot": Mit Humor gewürzte Mordplatte

Zwei Jahre nach "Der Chef ist tot" spielt Fritzi Haberlandt auch in "Der Koch ist tot" (23. Januar, 20.15 Uhr, ZDF) die nassforsche Kommissarin Maxxie Schweiger.

Ihrem Nachnamen wird diese Kommissarin ganz und gar nicht gerecht: Kommissarin Schweiger ist eine quirlige Quasselstrippe mit Heißhunger auf neue Mordfälle. Selten diplomatisch, tritt sie gerne in jedes Fettnäpfchen. Doch ihre Intuition ist untrüglich.

Trailer zu "Mord geht immer - Der Koch ist tot"

Zwei Jahre nach "Der Chef ist tot" spielt Fritzi Haberlandt erneut die kuriose Kommissarin Maxxie Schweiger in "Der Koch ist tot".
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Darum geht's in "Der Koch ist tot"

Saucier Jan Remus (Peter Miklusz) wird in einem Müllcontainer mit einem Messer im Schritt vor dem Restaurant "Waldesruh" gefunden - für einen Koch nicht gerade stilecht. Doch Pathologe Dr. Hartmut Stier (Fabian Busch) ermittelt eine andere Todesursache: Genickbruch.

Kommissarin Maxxie Schweiger (Fritzi Haberlandt) nimmt die Küchencrew des frisch renovierten Restaurants ins Visier und merkt schnell, dass im Küchenteam von Choleriker Peter Grünweg (Dirk Borchardt) allerorten die Messer gewetzt werden. Denn neben der Arbeit an der Herdplatte scheint jeder sein privates Süppchen gekocht zu haben. Das Opfer und mehrere seiner Kollegen, so auch Köchin Julia Kind (Cornelia Gröschel), wollten Küchenchef Grünweg absägen. Der hält sich ganz bescheiden für ein kulinarisches Geschenk Gottes.

Außerdem hatte das Opfer was mit der Besitzerin der Restaurants Ines Fechner (Elisabeth Baulitz) am Laufen - und die ist die Noch-Ehefrau des verhassten Küchenchefs. Dann geschieht noch ein Mord. Diesmal wurde das Opfer mit einem Fleischklopfer erlegt. Derweil ist Schweiger ihrem Chef Wehner (Rudolf Kowalski) ein Dorn im Auge, wobei sie auch noch dessen Jubiläumsfest organisieren soll. Da kommt ihr eine Idee und kurzer Hand verlegt sie die Feier in das Mörderrestaurant. Kann sie den Täter aus der Reserve locken?

Hintergrund

Wie bei "Der Chef ist tot" (2017) führte Markus Sehr ("Heiter bis tödlich: Zwischen den Zeilen") auch bei "Der Koch ist tot" Regie. Zudem schrieb der Filmkritiker, Romanautor und Grimme-Preisträger Stefan Rogall ("Polizeiruf: 110: Kleine Frau") zu beiden Filmen die Drehbücher. Die zwei Krimierfahrenen hatten sichtlich Spaß an den Dialogen und der Inszenierung von "Mord geht immer". Wenn dieser Film beim Publikum genauso gut ankommt wie der erste (4,43 Millionen Zuschauer), dann plant das ZDF eine lockere Reihe.

Filmkritik

"Mord geht immer - Der Koch ist tot" ist ein origineller Happen, gewürzt mit schrägem Humor. Nicht nur die Verdächtigen, sondern auch Maxxies Chef leiden sichtlich unter den ironischen Seitenhieben der Ermittlerin - für die Zuschauer dürften diese Kappeleien nur noch mehr den Appetit anregen. Fritzi Haberlandt spielt die Rolle der schrägen Ermittlerin einfach großartig.