Fabian Busch: Der sympathische Alleskönner

Obwohl er nie eine Schauspielschule besucht hat, ist er einer der ganz großen Könner seines Fachs - und sympathisch noch dazu.

Wenn Fabian Busch am Mittwoch, dem 23. Januar, um 20.15 Uhr im ZDF zu sehen ist, zeigt er wieder einmal seine sympathische Seite: In "Mord geht immer - Der Koch ist tot" spielt der 43-jährige den schüchternen Pathologen Dr. Stier, der zum Loveinterest von Kommissarin Maxxie Schweiger (Fritzi Haberlandt) wird - und sehr vorsichtig auf ihre nassforschen Avancen reagiert. Das passt, behauptet er doch von sich selbst, er sei der "sympathische vom Dienst".

Trailer zu "Mord geht immer - Der Koch ist tot"

Zwei Jahre nach "Der Chef ist tot" spielt Fritzi Haberlandt erneut die kuriose Kommissarin Maxxie Schweiger in "Der Koch ist tot".
Trailer zu "Mord geht immer - Der Koch ist tot"

Karrierebeginn mit 17 Jahren

Fabian Busch wurde am 1. Oktober 1975 im Ost-Berliner Bezirk Treptow geboren. Seine Kindheit verbrachte er im Metropol-Theater, da hier seine Eltern als Tänzer engagiert waren. Bereits in seiner Jugend reifte in ihm der Wunsch heran, auch am Theater zu arbeiten. Zunächst wollte er Bühnenbildner werden, doch dann inspirierte ihn sein Cousin Daniel Morgenroth zur Schauspielerei, als dieser an der Schauspielschule Ernst Busch angenommen wurde.

Mit 17 Jahren, noch als Schüler am Gymnasium, bewarb er sich über eine Zeitungsannonce für seine erste kleine Kinorolle in Wolfgang Kohlhaases "Inge, April und Mai" (1993). Zwei Jahre später, kurz vor seiner Abiturprüfung, wurde er für seine erste Kinohauptrolle in der Tragikomödie "Unter der Milchstraße" von Matthias X. Obergs engagiert. Der Film feierte seine Premiere auf dem Max Ophüls Festival und gewann dort den Preis des saarländischen Ministerpräsidenten.

Nach diesen erfolgreichen Rollen bewarb er sich mit 19 Jahren an der Ernst Busch Schauspielschule, wurde aber mit der Begründung abgelehnt, er sei untalentiert. Doch davon ließ er sich nicht einschüchtern, er verfolgte seinen Berufswunsch weiter. Seinen großen Durchbruch feierte er 1998 als Hacker David in dem Kinofilm "23 - Nichts ist wie es scheint". Im TV wird er durch seine Rolle in "Liegen lernen" (2003) nach Frank Goosens gleichnamigem Bestseller einem breiteren Publikum bekannt. Es folgten zahlreiche weitere Rollen in Kino- und TV-Filmen, die schönsten stellen wir in unserer Bildergalerie vor.

Auch international ist er gefragt. 2008 spielte er an der Seite von Kate Winslet in Stephen Daldrys Romanverfilmung "Der Vorleser", 2017 folgt eine Nebenrolle in der 3. Staffel der Netflix-Serie "Fargo" (2017). Für seinen Kurzfilm "Edgar" (2008) stand er zum ersten Mal als Regisseur hinter der Kamera. Der 13-Minüter über einen einsamen Witwer, der verzweifelt nach Beschäftigung sucht und eine ungewöhnliche Lösung seines Problems findet, erhält er den Murnau-Kurzfilmpreis 2009.

Fabian Busch privat

In einem Interview mit dem SR2 KulturRadio sagt er über sich selbst, dass er etwas faul sei - bei den zahlreichen Engagements kaum zu glauben. "Ich kann aber auch einen unglaublichen Willen entwickeln, wenn ich an eine Sache glaube oder daran Spaß habe, wie zum Beispiel auf der Playstation ein Spiel zu ende zu spielen," sagt er. Er ist ein humorvoller Sympath, der gerne mit seiner Frau und den drei Kindern in Berlin lebt. Eine Stadt, die er freiwillig niemals verlassen würde.