"Kitchen Impossible": Der Kampf bis aufs Messer geht weiter

Wutausbrüche und Kündigungsdrohung: Zum Start der neuen Staffel "Kitchen Impossible" (3. Februar, 20.15 Uhr, VOX) packt Produzent Sven Steffensmeier aus.

Man nehme einen möglichst temperamentvollen Koch mit einer Extraportion Ego, vermische Kochshow mit "Duell um die Welt" und würze mit einer Prise Reisereportage: Guten Appetit bei "Kitchen Impossible"! Den Zuschauern schmeckt's. Bis zu 2,3 Millionen schalten bei dem extrem unterhaltsamen Kochwettstreit ein, der jetzt in die vierte Staffel geht.

Trailer zur 4. Staffel "Kitchen Impossible"

Duell der Spitzenköche

Der Ablauf ist stets der Gleiche: In jeder Folge duelliert sich Tim Mälzer (GOLDENE KAMERA 2006) mit einem anderen Spitzenkoch. Einer wählt ein bestimmtes Gericht eines Restaurants irgendwo auf der Welt – der andere muss es vor Ort kosten, die Zutaten einkaufen und dann ohne Hilfe oder Rezept in der Originalküche nachkochen. Abschließend wird es von Einheimischen verkostet und bewertet.

In Kolumbien, Aserbaidschan, Singapur, und 18 weiteren Ländern müssen sich die Teilnehmer diesmal beweisen. An den Start gehen Köche wie Lukas Mraz, Max Stiegl oder Tanja Grandits.

Besetzungscoup Tim Mälzer

Ihr Gegner ist allerdings die wichtigste Erfolgszutat der TV-Reihe, wie Produzent Sven Steffensmeier von Endemol Shine meint, der bei vielen Drehs dabei ist: "So gut wie jetzt funktioniert die Sendung nur mit Tim Mälzer. 'Kitchen Impossible' ist Mälzer – und umgekehrt." Folgen ohne Mälzer, wie noch in Staffel zwei und drei, werde es nicht mehr geben. Und tatsächlich ist der ehrgeizige Hamburger die Idealbesetzung. "Von der Kochelite", so der Produzent, "wurde Mälzer immer belächelt. Mit der Show kann er es ihnen heimzahlen."

Mälzers Lieblingsgegner ist Tim Raue, der auch in Staffel vier wieder an den Start geht. "Sie lieben sich", weiß Steffensmeier, "trotz vieler Hassmomente." Wie jene, wenn sich beide für unmögliche Missionen um die halbe Welt schicken.

Die Ideen für den Kontrahenten stammen von den Teilnehmern selbst, denn "die Köche wollen für die Niederlage des anderen selbst verantwortlich sein", so Steffensmeier. Die Produktion achte lediglich auf die inhaltliche und geografische Mischung der Missionen.

Zielscheibe des Zorns

Zur Zielscheibe des Zorns wird Steffensmeier dennoch: "Während einer Auslandsmission ruft mich Mälzer nachts an, kriegt einen Wutanfall und kündigt den Vertrag – so frustriert ihn manche Aufgabe! Das ist normal. Wenn er oder Raue mich beschimpfen, erinnere ich sie daran, dass die Aufgabe vom Gegner kommt. Zur Sendung gehört eben, den anderen scheitern sehen zu wollen." Die Kamera ist immer dabei. "Wenn Köche in Extremsituationen in der Küche mal Ruhe wollen, gehen wir etwas auf Abstand", erklärt der Produzent. "Aber: Die Kamera läuft immer, und die Köche lassen sich darauf ein."

Die Authentizität der Sendung lockt die Kochelite an, die sonst TV-Shows meidet, wie etwa Dreisternekoch Christian Bau. "Die Köche haben Gerichte für 20 Staffeln im Kopf", so Steffensmeier, "aber wir haben eben nur wenige Folgen." Mancher interessierte Spitzenkoch musste angeblich schon auf später vertröstet werden. Aber mit Wartelisten kennen sich die Chefs der besten Restaurants Deutschlands ja aus.