Eine Räuberpistole mit viel schwarzem Humor: "Tödliches Comeback"

In "Tödliches Comeback" (Mittwoch, 17. April, 20.15 Uhr im Ersten) spielen Martin Brambach und Ben Münchow ein verrücktes Vater-Sohn-Gespann.

Wie der Vater, so der Sohn? Von wegen! Der Kleinkriminelle Roy Singer (Martin Brambach) träumt von der die Wiederbelebung seiner alten Combo "Roy's Four". Bei einem Comeback winkt ein Plattenvertrag und die lukrative Anstellung auf einem Kreuzfahrtschiff. Dafür müsste die alte Truppe allerding wieder zusammenfinden. Doch Roys Sohn Bruno (Ben Münchow), vor 20 Jahren Frontmann und Sänger der Band, ist jetzt Polizist mit Ambitionen bei der Mordkommission und will nicht mehr in die kriminellen Machenschaften seines vorbestraften Vaters verstrickt werden.

Die absurde Räuberpistole im Stil österreichischer schwarzer Komödien wir von einem namhaften Ensemble vorgetragen. Neben Ben Münchow und Martin Brambach, der als Verlierertyp mit Toupet glänzt, sind als weitere Bandmitglieder Jeanette Hain (Inga) und Matthias Bundschuh (Siggi) zu sehen. Roeland Wiesnekker spielt in der Komödie Roys Intimfeind Roman Seidel. Als der tot aufgefunden wird, verdächtigt Bruno sofort seinen eigenen Vater.

Auch auf der Bühne ein Profi: Ben Münchow

Ben Münchow stellt in seiner Rolle als Bruno nicht nur sein Schauspiel-, sondern erneut sein Gesangstalent unter Beweis. Er ist Sänger der Band "Kollektiv 22" und sang schon in Kinofilmen wie "Rock it" (2010, mit Emilia Schüle) oder "Rockabilly Requiem" (2016, mit Ruby O'Fee), für den er auch mit dem Max-Ophüls-Preis als bester Nachwuchsdarsteller erhielt. Für Regisseur Özgür Yildirim stand er schon für "Boy 7" und "Nur Gott kann mich richten" vor der Kamera. Die Rolle des V-Manns in "Mitten in Deutschland: NSU" steigerte ebenfalls seinen Bekanntheitsgrad. In der Sky-Serienverfilmung "Das Boot" ist der 28-Jährige als Maschinist Lutz zu sehen.

In "Tödliches Comeback" tritt Ben als Bruno erst wieder hinters Mikrofon, als die von ihm umschwärmte Kollegin Kyra (Elisa Schlott) erklärt, dass sie ein Faible für Popstars hat.

Unser TV-Tipp, weil...

Die von Volker Einrauch und Lothar Kurzawa erdachte und von Hermine Huntgeburth inszenierte Räuberpistole mit der ganz besonderen Vater-Sohn-Beziehung hat einen überzeugenden Plot, ist herrlich schräg und einfach top besetzt.