Diese Stars starben den "Tatort-Tod"

Helene Fischer erschossen, Frank Zander erschlagen und Katja Riemann überfahren. GOLDENE KAMERA stellt die bekanntesten "Tatort"-Opfer vor.

Es gibt Wasserleichen, zerhäkselte Körper, erhängte Menschen. Und zwischendurch sehen wir immer wieder Tote, die auf sonderbare Art und Weise ums Leben gekommen sind – etwa im Brötchenteig erstickt, mit einem zyankaligetränkten Tampon vergiftet oder mumifiziert. In knapp 50 Jahren "Tatort"-Geschichte starben über tausend verschiedene Personen. Oft werden die Opfer von Komparsen dargestellt, aber manchmal muss ein echter Star ins Gras beißen. Wer in den letzten Jahren dazu gehörte, zeigen wir in unserer Galerie (oben).

"Tatort" Münster bei "Versteckte Kamera"

Hannes Jaenicke lieber Opfer statt Kommissar

Hannes Jaenicke erhielt von der ARD das Angebot für den "Tatort" einen übergeordneten LKA-Ermittler in verschiedenen Städten zu spielen. Doch der 59-Jährige lehnte ab: "Ich finde den Tatort immer noch ein großartiges Format, aber für mich wäre es wegen meiner Dokus schwierig, eine solch feste Verpflichtung einzugehen", so der engagierte Umweltschützer. Stattdessen spielt er (regelmäßig) lieber die Leiche.

Über mehrere Folgen spielt Jaenicke neben Maria Furtwängler den Staatssekretär Tobias Endres, bevor dieser im "Tatort: Atmenot" (2005) von einer Kugel tödlich getroffen wird. Auch in "Schimanski: Schuld und Sühne" (2010) wird Hannes Jaenicke erschossen und zwar von Horst Schimanski (Götz George) höchstpersönlich! Im "Tatort: Der rote Schatten" (2017) trifft Jaenicke in seiner Rolle als Ex-Terrorist auch ein tödlicher Schuss. Immerhin verfehlen ihn im "Tatort: Das schwarze Haus" (2011) und in "Schimanski: Geschwister" (1998) die Schützen nur knapp. Endlich mal nicht auf ihn gezielt, sondern von seiner Frau mit Rattengift ermordet, wird er im "Tatort: Die Liebe der Schlachter" (2003).

Fabian Hinrichs erst Leiche dann Kommissar

Im Gegensatz zu Hannes Jaenicke, folgte Fabian Hinrichs dem Ruf ARD und nahm das Angebot an, die Kommissar-Rolle im Ersten zu übernehmen. Allerdings musst er vorher den "Tatort"-Tot sterben - quasi als Bewerbung. Berühmt wurde der Schauspieler in seiner Rolle als nerviger Assistent Engelhardt im Münchner "Tatort: Der tiefe Schlaf" (2012).

Nachdem Hinrichs bei seinem Einstand als nerviger Assistent Engelhardt im Münchner "Tatort: Der tiefe Schlaf" (2012) direkt brutal kaltgemacht wurde, stiegen die Fans auf die Barrikaden und fordertensein Comeback. Da man ohnehin gerade einen Franken-"Tatort" plante, erhielt Hinrichs gut zwei Jahre später seine Chance: Als Kommissar Felix Voss wurde er quasi wieder zum Leben erweckt. Die ermordeten Assistenten in Dresden (Jella Haase) und Köln (Tessa Mittelstaedt) sind dagegen bisher noch nicht zum "Tatort" zurück gekehrt.

Die allererste "Tatort"-Leiche

Übrigens die erste "Tatort"-Leiche überhaupt war ein blonder Junge, der in der zweiten Filmminute am 29. November 1970 im "Tatort: Taxi nach Leipzig" für drei Sekunden auf der Rückbank eines Mercedes zu sehen war. Das Absurde: Er wurde von dem dunkelhaarigen, neunjährigem Mädchen dargestellt. Der Grund dafür war ein ganz einfacher. Auf der Suche nach einem Geschwisterpaar engagierte der Kameramann Nils-Peter Mahlau kurzerhand seine eigenen Kinder und setzte seiner Tochter Petra eine Perücke auf.

Bei Helene Fischer war es umgekehrt. Im "Tatort: Der große Schmerz" (2016) setzt sich der blonde Schlagerstar als russische Auftragskillerin eine brünette Perücke auf. Nick Tschillers (Til Schweiger) Kollege Gümer, gespielt von Fahri Yardim, befördert sie ins Jenseits. Eigentlich schade!