"Grenzland": Mordlüstige Einheimische im Jagdfieber

Im packenden TV-Krimi "Grenzland" geht Brigitte Kren erstmals als resolute Oberinspektorin auf Tätersuche.

In "Grenzland" muss Brigitte Kren als Oberinspektorin Elfriede Jandrasi den Fall um einen ermordeten Asylwerber aufklären, der erst so richtig Fahrt aufnimmt, als er eigentlich schon gelöst scheint.

Darum geht's in "Grenzland"

Österreich, Burgenland: In einem Dorf nahe der Grenze zu Ungarn wurde die 18-jährige Renate (Sophie Stockinger) umgebracht. Der syrische Asylbewerber Achmet Alma (Hassan Akkouch) muss der Täter gewesen sein, darin sind sich die Bewohner schnell einig. Schließlich hatte der ein Auge auf die junge Frau geworfen und ist plötzlich verschwunden. Überhaupt haben die Alteingesessenen keine allzu hohe Meinung von Flüchtlingen. Sie halten diese allesamt für Schmarotzer, Betrüger – und Mörder. Sie scheinen nur noch ein Ziel zu kennen: Achmet zu finden und zu bestrafen.

Mit diesem Szenario beginnt der sehenswerte Krimi "Grenzland" (20. Mai, 20.15 Uhr, ZDF). Er wartet mit einer ungewöhnlichen Ermittlerin auf. Oberinspektorin Elfriede Jandrasits (Brigitte Kren) passt nämlich bestens in die Dorfgemeinschaft. Auch sie lehnt Flüchtlinge ab und hält Achmet Alma für schuldig. Zudem pflegt sie einen schroffen Umgang mit Verdächtigen und Kollegen.

Brigitte Kren als Oberinspektorin

"Nachdem ich das Drehbuch gelesen hatte, wollte ich die Rolle zunächst ablehnen", sagt Brigitte Kren. "Die rassistische Einstellung, die Vorurteile dieser Polizistin konnte ich schwer nachempfinden. Jedoch hat diese Figur auch sympathische Züge und durchlebt im Lauf der Geschichte eine Veränderung. Sie erkennt, dass die Dinge komplexer sind, als sie das in ihrer Schwarz-Weiß-Denkweise sieht. Das fand ich reizvoll und bin froh, diese Herausforderung angenommen zu haben."

Regisseur Marvin Kren

Regie führte bei "Grenzland" ihr Sohn Marvin Kren. Der 39-jährige Österreicher sorgt mit mutigen Produktionen immer wieder für Aufsehen. Zum Beispiel mit der Gangsterserie "4 Blocks", die 2018 mit der GOLDENEN KAMERA ausgezeichnet wurde. Schon häufiger hatte Brigitte Kren Auftritte in seinen Filmen, in "Grenzland" spielt sie erstmals unter seiner Regie die Hauptrolle.

"Mit 14 hat sein Vater ihm eine Filmkamera geschenkt", erinnert sie sich an die Karriereanfänge ihres Sohnes. "Ich war in Wien am Theater, und Marvin durfte manchmal meine Generalproben filmen. Schon damals hatte er einen kritischen Blick auf meine Spielweise und die meiner Kollegen und diskutierte mit mir darüber beim Abendessen. Heute arbeiten wir sehr gern zusammen und verstehen uns am Set ohne viele Worte."

Der zweite Fall ist in Planung

Auch in seinem nächsten Projekt ist sie dabei: In der Serie "Freud" gibt Brigitte Kren die Haushälterin des Psychologen Sigmund Freud. Ohnehin ist sie viel beschäftigt: In der ZDF-Vorabendserie "SOKO Wien" spielt sie seit Kurzem die Chefin der Einheit. Auch mit ihrer zunächst so ungeliebten Elfriede Jandrasits geht es weiter: In Österreich lief "Grenzland" im Januar bereits sehr erfolgreich. Die Planungen für einen neuen Fall mit der Ermittlerin laufen.