"Wenn Frauen ausziehen": Anna Maria Mühe probt den Aufstand

In der Komödie "Wenn Frauen ausziehen" (30. Mai, 20.15, ZDF) zieht Anna Maria Mühe als Frau vom Land in den Geschlechterkampf.

Die TV-Komödie zeigt, wie ein Streit um die Zukunft eines Dorfes zwischen den Männern und Frauen einer Dorfgemeinschaft einen furiosen Geschlechterkampf entfacht.

Trailer zu "Wenn Frauen ausziehen"

Darum geht's in "Wenn Frauen ausziehen"

Grüne Wiesen, stille Seen, urige Bauernhöfe: Das Dorf Gendering scheint ein Paradies auf Erden zu sein! Zudem liegt es ideal zwischen München und den Alpen. Das bringt einen Investor auf die verwegene Idee, den Ort für 18 Millionen Euro zu kaufen und in ein Luxusresort für superreiche Touristen zu verwandeln.

Doch das Angebot spaltet die Dorfgemeinschaft: Während die Frauen sofort zustimmen möchten, sind die Männer strikt gegen den Verkauf. Die Frauen wollen sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, jede von ihnen will sich mit ihrem Anteil des Gelds einen lang gehegten Traum erfüllen. Sie treten kollektiv in den Streik und suchen bei den Männern nach Schwachstellen, um sie auf ihre Seite zu ziehen.

Anna Maria Mühe mit Dirndl und Dialekt

Im Zentrum steht unsere Nachwuchspreisträgerin Anna Maria Mühe (GOLDENE KAMERA 2006) als patente Wirtin Paula: "Sie ist eine selbstbewusste, eigenständige Frau, die Sehnsucht nach der weiten Welt hat", so Mühe. "Für diese Rolle war mir eine bestimmte Körperlichkeit wichtig. Man soll Paula gleich ansehen, dass sie eine Frau ist, die anpackt. Eine uneitle Frau, die fest auf dem Boden steht."

Ungewöhnlich ist es, Anna Maria Mühe im Dirndl zu sehen. Meist spielt sie städtisch geprägte Figuren, in der ZDF-Reihe "Solo für Weiss" etwa eine unterkühlte Lübecker Kommissarin oder kürzlich in der Netflix-Serie "Dogs of Berlin" eine Berliner Sozialhilfeempfängerin.

Genau dieser Kontrast habe sie gereizt: "Es war toll, dass ich diese Facette ausprobieren durfte. Ich bin froh, dass ich nicht in einer Schublade stecke, sondern viele unterschiedliche Charaktere spielen darf." Für ihre Rolle eignete sich die gebürtige Berlinerin einen bayerischen Akzent an: "Eine Freundin aus München hat meine Texte aus dem Drehbuch für mich eingesprochen", erzählt die 33-Jährige. "Auf der Basis ihrer Aussprache habe ich den Akzent entwickelt. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht." Lachend fügt sie hinzu: "Trotzdem bekomme ich dafür bestimmt was auf die Mütze, weil mein Akzent für die Bayern nicht echt genug klingt – und die Berliner trotzdem nichts verstehen werden!"

Hintergrund

Gedreht wurde die Komödie im oberbayerischen Harmating, das etwa 30 Kilometer südlich von München liegt. Neben Anna Maria Mühe waren zahlreiche weitere TV-Stars dabei, unter anderem Sophie von Kessel, Saskia Vester, Friedrich von Thun und Max von Thun (hier im Interview). "Wir waren ein sehr lustiger Haufen", erinnert sich Mühe. "Am besten haben mir deshalb die Szenen mit dem gesamten Ensemble gefallen. Die waren oft witzig und temporeich. Wir Schauspieler hatten großen Spaß in diesen Momenten. Ich hoffe, dass sich das auf die Zuschauer überträgt!"

Unser Filmtipp, weil…

Hier wird ein amüsanter Geschlechterkampf um jede Menge Geld, Heimatliebe und die List der Frauen ausgefochten – das ist durchaus sehenswert. Außerdem kommt der freche Bayern-Spaß mit flotten Sprüchen daher.