"The Masked Singer": Wildes Musikrätsel mit Promis

Matthias Opdenhövel erklärt, was ihn an der schrillen Karaokeshow "The Masked Singer" so reizt.

Topsecret, höchste Geheimhaltungsstufe bei diesem neuen Showspaß! In "The Masked Singer" (ab Donnerstag, 27. Juni, 20.15 Uhr, ProSieben) singen zehn Promis in sechs Liveshows um die Wette – versteckt hinter so riesigen wie verrückten Kostümen. Ein Rateteam versucht zu enthüllen, wer sich hinter den Masken verbergen könnte. Aber nur ein Sänger, der jeweils schwächste, enthüllt pro Folge seine wahre Identität. Neben Musikprofis können dann etwa auch Sportler, TV-Köche oder Schauspieler zum Vorschein kommen.

Welcher Promi steckt hinter der Maske - "The Mask Singer" in den USA

"Ich weiß, wer unter den Masken steckt, und es ist ein großartiger Cast! Prominente, von denen ich nie gedacht hätte, dass sie mitmachen würden – aber sie alle lieben halt diese Show", sagt Matthias Opdenhövel, der hier erstmals seit seinem Ausstieg bei "Schlag den Raab" im Jahr 2011 wieder bei ProSieben moderiert. Und er verspricht: "Den Zuschauern wird die Kinnlade runterfallen, wenn die Masken abgenommen werden."

Bienen und Hippos am Mikro

Der 48-Jährige gehört zu acht Personen beim rund 210-köpfigen Produktionsteam der Show, die überhaupt wissen, wer in den bis 20 Kilogramm schweren Verkleidungen als Grashüpfer, Panther, Astronaut oder Schmetterling stecken wird.

Selbst die Promis sind nicht eingeweiht. Sie werden auf dem Weg zum Studio und auf der Rückreise getarnt und in Begleitung von Bodyguards unterwegs sein. Hinter den Kulissen sind sie voneinander abgeschirmt in schalldichten Garderoben untergebracht, ein persönlicher Assistent regelt die Angelegenheiten für die Undercoversänger. In der Liveshow sind ihre Stimmen dann nur verzerrt zu hören, außer natürlich bei ihren Gesangseinlagen.

"Für die Stars ist es ein Knochenjob, für mich eher nicht", sagt Opdenhövel und lacht. "Die Prominenten müssen ihre Performances sechs Wochen lang üben und schwitzen unter den Kostümen. Ich weiß, wie mörderanstrengend das ist. Und ich gehe dann donnerstags um 20.15 Uhr live auf die Bühne und habe mit dem Rateteam und den Zuschauern einen tollen Abend."

Spektakulärer Show-Look

Ursprünglich stammt das schräge "Karaoke trifft Karneval"-Event aus Südkorea. Für Aufsehen sorgte Anfang Januar auch die US-Version der Show, mit der Fox den erfolgreichsten Showneustart seit "X-Factor" vor acht Jahren hinlegte. Soul-Sängerin Gladys Knight ("Licence To Kill") kam im Bienenkostüm bis ins Finale, das jedoch das Monster, Rapper T-Pain ("Low"), gewann. Das Nilpferd alias NFL-Footballspieler Antonio Brown hingegen flog gleich aus der ersten Show.

"The King of Mask Singer": Wer ist dieses Einhorn?

Der Look scheint hierzulande ähnlich spektakulär zu werden wie schon bei den Amerikanern: Kostümdesignerin Marina Toybina, die auch für Taylor Swift und Ariana Grande arbeitet, ist für die US-Masken zuständig, und die vierfache Emmy-Gewinnerin entwirft auch für die deutsche Version die Showkostüme. Sie werden in Deutschland von einem elfköpfigen Team angefertigt – in enger Absprache mit dem Tonmeister: Für den korrekten Sound müssen die Masken perfekt auf Ton und Gesang abgestimmt sein.

Der Spaß steht im Vordergrund

Dem Deutschlandstart der Show ging ein erbitterter Konkurrenzkampf der TV-Sender voraus: Auch RTL war scharf auf "The Masked Singer" und fühlte sich von der Produktionsfirma Endemol Shine ausgebootet, als ProSieben verkündete, die Rechte ergattert zu haben. Erbost stoppte der Kölner Sender die Produktion der fest eingeplanten Musikshow "Sing mit mir", die bei der BBC unter dem Titel "All Together Now" Erfolge feierte und bei uns ebenfalls von Endemol Shine verwirklicht werden sollte.

Vor den Kameras aber wird von derlei Querelen nichts zu spüren sein und der Spaß im Vordergrund stehen. Opdenhövel: "Es ist wie eine große Geburtstagsparty, zu der die Gäste verkleidet kommen und bei der man erraten muss, wer eigentlich da ist."