Harald Schmidt und Gregor Gysi blicken auf das 1. Halbjahr 2019

Gregor Gysi (71) und Harald Schmidt (61) analysieren das politische Geschehen 2019.
Gregor Gysi (71) und Harald Schmidt (61) analysieren das politische Geschehen 2019.
Foto: TVNOW
Klimastreiks, Mietenwahnsinn, „Ibizia-Video“, Große Koalition und Brexit – Schmidt und Gysi ziehen eine bissig ironische Halbjahresbilanz für 2019.

Nach ihren gemeinsamen Jahresrückblicken 2017 und 2018 kommentieren unser zweifacher GOLDENE KAMERA-Preisträger Harald Schmidt (1994 und 2002) und der Präsident der Partei Europäische Linke Gregor Gysi nun auch die wichtigsten politischen Ereignisse und emotionalsten Momente des 1. Halbjahres 2019. In "Gysi & Schmidt: Der n-tv Rückblick" diskutieren sie meinungsstark und wortgewandt live vor Publikum in einem Berliner Club das bisherige Geschehen. N-tv zeigt die Live-Aufzeichnung am 2. Juli um 23.30 Uhr.

Klimastreiks und "GROKOKALYPSE"

Harald Schmidt freut sich über ein Leben ohne Autoindustrie, Gregor Gysi gefällt, dass die Jugendlichen auf die Straße gehen. Allerdings sollten sie irgendwann auch mal wieder zur Schule gehen.

Könnte es dieses Jahr noch Neuwahlen geben? Mit einem ironischen Blick kommentiert Harald Schmitz die bisherige Arbeit der Bundesregierung - zusammengefasst kann man wohl von einer "GROKOKALYPSE" sprechen.

Schmidt & Gysi über die Große Koalition

Ist denn jetzt eigentlich schon die Zeit reif für Robert Habeck als Kanzlerin? Da die Grünen die politischen Gewinner 2019 sind, denkt Harald Schmidt natürlich eher über eine Doppelspitze nach. Und das Thema Mietenwahnsinn überrascht selbst Gysi. Denn sogar die FDP mache aufgrund der Androhung eines Volksbegehrens Vorschläge zur Mietenbegrenzung. Was für ein Fortschritt!

Die Affäre Strache

Bei einem politischen Jahresrückblick darf das "Ibizia-Video" natürlich nicht fehlen. Es sei "weltklasse" und "sensationell", so Schmidt. Gleichzeitig betonte er: "Ich bin dagegen, dass Menschen ohne ihr Wissen gefilmt werden, egal warum. Denn wo zieht man die Grenze. Das ist das Eine. Haben wir mit großer Begeisterung dieses Video gesehen? Das ist das andere. Das ist die Ambivalenz, die unser Gesellschaftssystem erfordert."

Auf Gysis Einwand, er sei doch überrascht gewesen, entgegnete der Schauspieler und Entertainer: "Sie können doch nicht allen Ernstes überrascht davon sein, was Sie da gehört haben. Das ist doch wirklich Alltag. Also wenn wir eine Flasche Heuchelberger aufmachen wollen, dann sagen wir, wir sind da überrascht. Aber das hören Sie doch hinter gar nicht mehr so vorgehaltener Hand auf jeder Gartenparty." Man solle nicht von Politikern eine Moral erwarten, die kaum einer sonst im Alltag aufbringe, so Schmidt.

Unterhaltend und ernsthaft

Gysi und Schmidt liefern hier einen Rückblick auf die ersten sechs Monate des Jahres, der trotz - oder gerade wegen - Schmidts Sarkasmus und bissiger Ironie Spaß macht. Der Entertainer unterhält eben sogar mit schwierigen Themen. Dazu gesellt sich das politische Wissen und die besonderen Einblicke von Gregor Gysi - eher pointiert als ironisch erklärt er das politische Geschehen. Kein Wunder, dass das Du gut beim Publikum ankommt. Daher wird es auch wieder kurz vor Weihnachten soll einen kompletten Jahresrückblick von Gysi und Schmidt auf n-tv geben.