"Eine offene Rechnung" - topbesetzter und hochspannender Agententhriller

Die GOLDENE KAMERA-Preisträger Helen Mirren und Jessica Chastain glänzen im Spionagethriller "Eine offene Rechnung" (Samstag, 5 Oktober, 23.40 Uhr im Ersten).

Helen Mirren (GOLDENE KAMERA "Lebenswerk International" 2016), Jesscia Chastain (GOLDENE KAMERA 2019) und Sam Worthington spielen Ikonen, die für eine Heldentat gefeiert werden, die sie nie begangen haben.

Trailer: "Eine offene Rechnung"

Darum geht's in "Eine offene Rechnung"

Bei der Vorstellung des neuen Buches ihrer Tochter Sarah Gold (Romi Aboulafia), wird Rachel Singer (Helen Mirren) mit ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert. Schließlich beruht der Roman auf der angeblichen Heldentat, die sie 1965 begangen haben sollen:

Als Mossad-Agentin reist die 25-jährige Rachel Singer (Jessica Chastain) nach Ost-Berlin um Dieter Vogel, den sogenannten "Chirurgen von Birkenau", zu fangen. Sie will ihn nach Israel übeführen, damit ihm dort der Prozess wegen der abscheulicher Verbrechen, die er an Juden begangen hat, gemacht werden kann. Gemeinsam mit den Agenten David Peretz (Sam Worthington) und Stephan Gold (Marton Csokas) gelingt es Rachel auch den Arzt zu stellen. Doch Vogel kann fliehen. Zurück in Israel behaupten die drei Agenten, den Nazi-Arzt bei seiner Flucht erschossen zu haben und werden wie Helden gefeiert.

32 Jahre später, im Zuge der Buchveröffentlichung von Sarah, meldet sich plötzlich in der Ukraine ein alter Mann (Jesper Christensen) und behauptet der totgeglaubte Chirurg von Birkenau zu sein. Rachel will die Mission von einst beenden und reist nach Kiew.

Hintergrund

Die Figur des "Chirurgen von Birkenau" beruht auf Josef Mengele. Mengele war Arzt im Konzentrationslager von Auschwitz und führte bestialische Experimente an Juden durch. Außerdem beruht die Geschichte auf den Akten des Adolf-Eichmann-Prozess. "Eine offene Rechnung" ist eine Neuverfilmung des bereits 2007 erschienen israelischen Films "Der Preis der Vergeltung" von Assaf Bernstein.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Hochkarätig besetzt, erstklassig inszeniert und spannend bis in die letzte Sekunde: John Madden ("Shakespeare in Love") inszeniert hier mit einer erstklassigen Schauspielriege einen klassischen Spionagethriller, der packend die politischen Verquickungen von einst wiedergibt. Die fiktionale Geschichte verwoben mit den realen historischen Ereignissen liefert Unterhaltung auf höchstem Niveau. Dieser Nervenkitzel zeichnet sich zudem durch raffinierte Wechsel in der Zeitebene, zum Teil schonungslos brutalen Szenen und ein fulminantes Finale aus. Die Fragen nach der eigenen Moral bzw. Schuld und Sühne sind es, die diesen Film so einzigartig machen.