Barbara Auer, Nadja Uhl und Nicolette Krebitz zahlen den "Preis der Freiheit"

Die Miniserie "Preis der Freiheit" wirft ein neues Licht auf den Zusammenbruch der DDR - mit unsere GOLDENE KAMERA-Preisträgerinnen Barbara Auer, Nadja Uhl und Nicolette Krebitz in den Hauptrollen.

Wie viel ist ein Menschenleben wert? Der hochkarätig besetzte ZDF-Dreiteiler „Preis der Freiheit“ (alle Episoden täglich ab Montag, 4. November, um 20.15 Uhr im ZDF) gibt eine Antwort: 40.000 bis 96.000 D-Mark. So viel kassierte die DDR zwischen 1962 und 1989 von Westdeutschland für die Freilassung eines politischen Häftlings.

Die DDR-Bevölkerung ahnte nichts von diesem Menschenhandel und weiteren Gesetzesbrüchen, die für ihre Regierung ein einträgliches Geschäft waren. Ein Großteil der über 3,4 Milliarden D-Mark, die der Staat unter anderem auch mit illegaler Giftmüllentsorgung erwirtschaftete, flossen an den „Bereich Kommerzielle Koordinierung“ im Ministerium für Außenhandel. Die „KoKo“, kaufte von dem West-Geld nicht zuletzt Luxusgüter für hochrangige Genossen oder Geräte für das Zwangsdoping von Athleten.

Darum geht's in "Preis der Freiheit"

Es ist wahrlich kein einfacher Stoff, den sich diese sehenswerte und vielschichtige Miniserie da vorgenommen hat. Sie setzt 1987 ein, als niemand ahnte, dass nur zwei Jahre später die Mauer fallen würde, und endet 1990. Im Zentrum steht Margot Spindler (Barbara Auer, GOLDENE KAMERA 1989), eine sozialistische Hardlinerin, die ihre Parteitreue über alles stellt, auch über ihre eigene Familie.

Spindlers skrupelloser Handel mit Geld, Gold, Grundstücken, Müll und eben auch mit Menschen bringt der DDR dringend benötigte Devisen. Gleichzeitig bekommt Margot Probleme wegen ihrer aufmüpfigen Schwestern: Lotte (Nadja Uhl, GOLDENE KAMERA 2014, hier im Interview) protestiert medienwirksam gegen die west