Mord in imposanter Landschaft: "Der Irland-Krimi: Mädchenjäger"

Zweiter Einsatz für Kriminalpsychologin Cathrin Blake: In "Der Irland-Krimi: Mädchenjäger" (Donnerstag, 31. Oktober, 20.15 Uhr, Das Erste) versetzt ein Frauenmörder die irische Westküste in helle Aufregung.

Auch der vorerst letzte Fall der "Irland-Krimi"-Reihe lebt von der schroffen Schönheit Irlands und dem beeindruckenden Spiel Désirée Nosbuschs als Psychologin Blake.

Darum geht's in "Der Irland-Krimi: Mädchenjäger"

Kriminalpsychologin Cathrin Blake (Désirée Nosbusch) betreut den suizidgefährdeten Nathan Smith (Robert McCormack). Er hat bizarre Gewaltvorstellungen und gehört zu einer Fahrenden Gemeinschaft, den Pave-Clan, der ohne festen Wohnsitz durch Irland zieht. Nathan liebt Maggie, die ebenfalls der Gemeinschaft angehört. Beide träumen von einer besseren Zukunft.

Doch dann verschwindet das Mädchen plötzlich. Als sich ihr Clan auf die Suche begibt, findet ihre Mutter sie in der schroffen Landschaft gefesselt und tot an einen Felsen gelehnt. Ihr Gesicht ist puppenhaft blass, bemalt mit Rouge und Lippenstift, der Unterschenkel unnatürlich abgespreizt. Wegen der zwanghaften Inszenierung wird Psychologin Cathrin Blake hinzugezogen. Wer hat das Traveller-Mädchen auf dem Gewissen? Nathan, der bei einem Streit mit Maggie beobachtet wurde, gerät unter Mordverdacht. Doch Cathrin erkennt in der Inszenierung die sexuellen Fantasien eines anderen ihrer Patienten.

Mystisches Setting

Schauplatz der Reihe ist Galway, eine beschauliche Hafenstadt an der Westküste Irlands, gelegen an der Mündung des Corrib. „Irland mit seiner atemberaubenden Natur, Mystik und seinen liebevollen Menschen hat sich in mein Herz gebohrt“, sagt Nosbusch (54). Wer Lust auf mehr hat, kann sich freuen: Folge drei ist im Kasten und die vierte wird gerade gedreht. Sendetermin ist aber erst Ende 2020.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Auch der zweite Irland-Krimi widmet sich ausführlich der Psychologie seiner Figuren, was ihm einen ausgeprägten dramatischen Charakter verleiht. Dies geschieht aber nicht auf Kosten der Spannung: Die Ermittlungen halten stets bei Laune. Der Fall lebt von der schroffen Schönheit Irlands, dem mystischen Setting und dem eindrucksvollen Spiel Désirée Nosbuschs.