"Wilsberg" auf fremden Terrain: Spezialauftrag in Bielefeld

Raus aus Münster! In der neuen "Wilsberg"-Folge "Ins Gesicht geschrieben" ermittelt der ZDF-Detektiv in ungewohnten Gefilden.

Überraschender Ortswechsel beim Krimi-Dauerbrenner „Wilsberg“: In der neuen Folge (siehe TV-Tipp) schnüffelt der Privatdetektiv Georg Wilsberg (Leonard Lansink) nicht wie gewohnt in Münster herum, sondern bekommt es in Bielefeld mit einem mysteriösen Todesfall zu tun. Alles beginnt damit, dass Wilsberg nach Bielefeld reist, um seinen Freund Manni (Heinrich Schafmeister) zu treffen.

Darum geht's im neuen "Wilsberg"

Ganz zufällig ist auch Wilsbergs Nichte Alexandra (Ina Paule Klink) in der Stadt: Sie lässt dort eine alte Affäre mit dem Internetguru Benjamin Heller (Jörg Pintsch) aufleben. Der bringt gerade die umstrittene Smartphone-App „Face23“ auf den Markt, die über eine perfekte Gesichtserkennung verfügt und Daten zu jeder gewünschten Person zusammenträgt. Kurz nach der Präsentation der App kommt Heller ums Leben. Weil Alexandra ständig bei ihm war, gerät sie in Mordverdacht.

Dass Wilsberg ausgerechnet nach Bielefeld fährt, ist kein Zufall. Die westfälischen Städte Münster und Bielefeld, die nur 80 Kilometer voneinander entfernt liegen, verbindet eine große Rivalität: Beide beanspruchen für sich, die interessantere, wichtigere und erfolgreichere Stadt in der Region zu sein. „Es war einfach an der Zeit, mal in Bielefeld zu drehen“, sagt Lansink im Interview mit GOLDENE KAMERA. „Denn die Animositäten zwischen Münster und Bielefeld sind in den ,Wilsberg‘-Folgen ein beliebter wiederkehrender Scherz. Obwohl wir dabei immer Partei für Münster ergreifen, hat man uns bei den Dreharbeiten in Bielefeld überaus herzlich empfangen.“

Rita Russek darf nicht mit nach Bielefeld

Wie immer bei „Wilsberg“ wurden gleich zwei Folgen parallel gedreht. Erst im zweiten Bielefeld- Extra, das 2020 ausgestrahlt wird, gibt es übrigens das Wiedersehen mit Heinrich Schafmeister alias Manni, der zuletzt 2012 in der Krimireihe auftrat. Der Rekord des Detektivs Verzichten müssen die Zuschauer dagegen auf Rita Russek. Obwohl sie in der Rolle als Kommissarin Anna Springer fest zum Team der Reihe gehört, wurde sie in den Spezial-Folgen nicht berücksichtigt. Laut dem ZDF sei eine Münsteraner Kommissarin in Bielefeld nun mal nicht zuständig. Rita Russek war von dieser Entscheidung alles andere als begeistert, wird aber in Zukunft wieder dabei sein. Zurzeit ist sie beim Dreh der 69. und 70. Folge im Einsatz.

Dreharbeiten für zwei neue Wilsberg-Folgen in Münster

„Früher habe ich immer gesagt, ich möchte mit ,Wilsberg‘ auf 75 Folgen kommen“, sagt Lansink. „Mittlerweile habe ich die Zahl nach oben korrigiert und gebe 100 Folgen als Ziel aus.“ Unrealistisch ist das nicht, die Quoten bewegen sich auf spektakulär hohem Niveau. Die Folge „Minus 196°“, Vorgängerin der Bielefeld-Spezials, sahen im März 7,25 Millionen Zuschauer. Der bislang erfolgreichste „Wilsberg“-Einsatz war mit 8,55 Millionen Zuschauer der Fall „Morderney“ aus dem Januar 2018.

TV-Ermittler mit der längsten Dienstzeit