Tim Mälzer wird zum Hassobjekt: Die "Kitchen Impossible" Weihnachts-Edition

In der Weihnachts-Edition kocht Tim Mälzer (re.) mit Mario Lohninger (li.) in Montreal. Ihre Gegner Tim Raue und  Roland Trettl verschlägt’s nach Moskau.
In der Weihnachts-Edition kocht Tim Mälzer (re.) mit Mario Lohninger (li.) in Montreal. Ihre Gegner Tim Raue und Roland Trettl verschlägt’s nach Moskau.
Foto: TV NOW
Von wegen Fest der Liebe! In der Weihnachts-Edition von „Kitchen Impossible“ schenken sich die Köche nichts. (So, 15. Dezember bei VOX)

Wenn’s ums Gewinnen geht, hat Tim Mälzer kein Ehrgefühl. Behauptet Sternekoch Tim Raue. „Sein Handschlag ist dann so glitschig wie ein Lurch, er windet sich wie eine Schlange, sticht so hinterlistig wie ein Skorpion.“ Raue muss es wissen: Viermal duellierte er sich bisher mit Mälzer bei „Kitchen Impossible“, derzeit steht es 2 : 2. Das Prinzip der erfolgreichen Kochshow: Mälzer tritt gegen einen anderen Spitzenkoch an. Die Kontrahenten schicken sich gegenseitig irgendwo auf der Welt in ein Restaurant, wo ihnen ein Gericht aufgetischt wird, das sie in der Originalküche nachkochen müssen – ohne Zutaten und Rezept zu kennen. Gemeinerweise wird das Ergebnis von Stammgästen des Lokals bewertet.

"Das Kochen wird Mälzer auch nicht mehr lernen"

In der Weihnachts­Edition variiert dieser Ablauf leicht: Mälzer kämpft im Team mit Mario Lohninger gegen seine Erzrivalen Raue und Roland Trettl. Auf die Frage, wie er zu schlagen sei, antwortet Trettl: „An die moderne Molekularküche mit 20 Komponenten traut er sich nicht so ran. Das Bodenständige, die Omaküche sagt ihm eher zu.“ Raues Einschätzung: „Das Kochen wird Mälzer auch nicht mehr lernen. Aber er ist ein Meister darin, ein Gericht atmosphärisch zu kopieren. Er versteht den Teller als Gesamtkunstwerk, das er sich zusammenbastelt. Darin ist er leider nahezu unschlagbar.“

Nur miserable Umstände könnten ihn in die Knie zwingen. Was damit gemeint ist, zeigten die bisherigen Folgen, in denen die Kontrahenten sich zum Teil hundsgemeine Aufgaben stellten. So musste Raue Holz sammeln, ein Feuer machen und darauf kochen – was er hasst: „Das Wort Fairplay im Zusammenhang mit Mälzer zu nennen ist pure Verhöhnung.“

„Ich habe bisher neun Challenges mitgemacht. Ich hatte immer die Nase voll. So richtig. Jedes Mal“, sagt Trettl. Über das Weihnachts­Special verrät er nur so viel: „Ich werde auch in Moskau wieder die Nase voll haben.“ Und Raue fügt hinzu: „Unsere kulinarische Herausforderung hätte uns bei mieser Performance in die Zellen des Kremls gebracht.“ Dennoch: „Das Schöne überwiegt“, erklärt Trettl. „Wir müssen unsere Gefühle nicht bremsen. Der Zuschauer merkt, wie emotional Kochen sein kann.“

Der Wettkampf gegen Mälzer werde so hart geführt, weil man immer auch gegen sich selber antrete, sagt Raue: „Gegen die Hybris, man können alles kochen, beherrsche jede Technik. Niederlagen sind für ehrgeizige Menschen nie einfach, aber heilsam: Sie erden und machen uns unsere Grenzen klar.“ Wo sieht er seine Stärken bei „Kitchen Impossible“, wo die von Mälzer? „Ich kann kochen. Er nicht.“

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