Zwei Männer und eine Urne

Heiner Lauterbach und Uwe Ochsenknecht begeben sich in der ARD-Komödie "Ihr letzter Will kann mich mal" auf eine ungewöhnliche Reise.

Böse Überraschung für Staatsanwalt Heinrich Gruber (Heiner Lauterbach) und Reisereporter Tom Gruber (Uwe Ochsenknecht): Sie lernen sich bei einer Testamentseröffnung kennen und erfahren dort, dass sie beide 20 Jahre lang mit derselben Frau verheiratet waren. Sophia ist bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Ihr letzter Wille: Die Männer sollen eine Urne mit ihrer Asche gemeinsam an die Nordsee bringen und sie dort ins Meer streuen. Mit diesem Szenario beginnt die Komödie „Ihr letzter Wille kann mich mal!“ (am Fr, 24. Januar, 20.15 Uhr im Ersten).

„Mir gefällt, dass unser Film das Thema Tod trotz einiger ernster Momente vor allem auf humorvolle Weise behandelt“, sagt Uwe Ochsenknecht. „Das sieht man nicht allzu oft. Und die grundsätzliche Frage des Films finde ich spannend. Wenn man jemanden liebt, möchte man, dass dieser Mensch glücklich ist. Aber könnte man es akzeptieren, dass dieser Mensch zum Glücklichsein zwei Partner braucht? Oder wären Eifersucht und Besitzansprüche stärker?“

Ochsenknecht/Lauterbach wie damals bei "Männer"

Bei der Konstellation Ochsenknecht/Lauterbach wird vielen Zuschauern der Kinohit „Männer“ aus dem Jahr 1985 in den Sinn kommen, in dem die beiden die Hauptrollen spielten. Auch deshalb, weil sie diesmal ähnliche gegensätzliche Charaktere verkörpern wie damals. Lauterbach gibt den harten Hund, Ochsenknecht den Lebenskünstler. Außerdem wird die Stimme der toten Sophia von Ulrike Kriener gesprochen, die in „Männer“ Lauterbachs Ehefrau spielte, die mit Ochsenknecht eine Affäre hatte.

„Bei ,Männer‘ haben wir uns kennengelernt, seitdem sind wir die besten Freunde“, sagt Uwe Ochsenknecht. „Wenn es brennt, sind wir füreinander da.“ Heiner Lauterbach schwärmt ebenfalls von ihrer Freundschaft: „Wir haben denselben Humor, lachen viel zusammen. Klar sind wir mit dem Alter ruhiger geworden. Aber wir sind immer noch ganz schöne Kindsköpfe, die viel Blödsinn machen.“

Ausschnitt aus "Männer"

Eine Verbindung, die sich auch auf die Arbeit überträgt: „Vor der Kamera passen wir perfekt zusammen, da stimmt die Chemie. So etwas kann man nicht proben. Das ist entweder da oder nicht.“ Nach „Männer“ bekamen sie immer wieder Angebote für eine Fortsetzung der Geschichte vorgelegt. Doch weil sie von den Drehbüchern nie überzeugt waren, wurde daraus nichts. Bis jetzt: Wie zu hören ist, arbeiten Lauterbach und Ochsenknecht für einen Streamingdienst an einer Serie, die als lose Fortsetzung von „Männer“ gedacht ist.

Wirkt konstruiert, ist aber sehr unterhaltsam!