"Wilsberg" - 25 Jahre und kein Ende?

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Wen sich Leonard Lansink als Gaststar wünscht - und wann der Star aus der ZDF-Krimireihe aussteigt.

Ein notorisch klammer Antiquar, der kein Händchen für Frauen, aber eine Nase für Verbrechen hat, begeistert seit nunmehr 25 Jahren im Fernsehen ein Millionenpublikum: „Wilsberg“. GOLDENE KAMERA traf Leonard Lansink (64), der den Münsteraner Amateurschnüffler seit 1998 verkörpert, zum Interview über den Jubiläumskrimi "Wellenbrecher" (Sa, 8. Februar, 20.15 Uhr im ZDF), das Erfolgsrezept der Reihe und die „Profikollegen“ vom Münster­„Tatort“.

GOLDENE KAMERA: Herr Lansink, was passiert in Ihrem Jubiläumskrimi "Wellenbrecher"?

LEONARD LANSINK: In dieser besonderen Folge ermittelt Wilsberg mit einer promovierten Strafrechtsspezialistin auf Norderney. Inhaltlich geht’s um ein Millionenerbe, ein gefälschtes Testament, potenzielle Erbschleicher und Schlammbäder.

Was mögen Sie an Ihrer Figur?

Dass Wilsberg eigentlich gar nichts kann und trotzdem alles richtig macht.

Wilsberg hat kein eigenes Auto, Sie selbst keinen Führerschein. Zufall?

Dass Wilsberg kein Auto hat, ist ein Hinweis auf seinen klammen finanziellen Status. Aber dass ich keinen Führerschein habe, ist meiner Faulheit geschuldet. Und außerdem finde ich Autofahren einfach nicht besonders sexy.

Stichwort Quote: Wie haben Sie es geschafft, Florian Silbereisens oft zeitgleich laufende Shows zu schlagen?

Indem wir uns in die Herzen der Zuschauer gespielt haben. Die beste Idee wäre, Florian Silbereisen macht nicht nur beim „Traumschiff“ mit, sondern auch mal bei uns. Ich werde das mal vorschlagen.

In Münster ermitteln auch die Kollegen vom „Tatort“. Haben Sie mal über einen gemeinsamen Fall nachgedacht?

Ja, aber es wäre schon irre schwer, so viele dominante Figuren gleichzeitig in einem Drehbuch zu bedienen. Übrigens finde ich die „Tatort“­Kollegen total prima.

Wann ist Schluss mit „Wilsberg“?

100 Folgen wären eine gute Zahl. Zumal Erik Ode mit „Der Kommissar“ nur 97 geschafft hat, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Ihr neuer Fall "Wellenbrecher" ist Folge 68. Die Fans müssen also noch lange nicht damit rechnen, dass Wilsberg in Rente geht?

Nein, schließlich könnte der Kerl später immer noch mit einem Rollator über Münsters Kopfsteinpflaster laufen.

Darum geht's in "Wilsberg: Wellenbrecher" (Sa, 8. Februar, 20.15 Uhr im ZDF)

Eigentlich wollte Wilsberg die Anwältin Tessa (Patricia Meeden) nach Norderney begleiten, weil diese seine Expertise bei einer heiklen Erbangelegenheit braucht. Doch kaum auf der Insel angekommen, erregt nicht nur Kommissar Jan Brockhorst Wilsbergs Argwohn. Auch die Kinder des Verstorbenen verhalten sich merkwürdig bei dem Kampf um den Nachlass. Zu Wilsbergs Überraschung tauchen vor Ort immer mehr bekannte Gesichter auf, allen voran Anna Springer (Rita Russek), die von seiner jungen Begleitung erfahren hatte. Der Bielefelder Kommissar Drechshage (Stefan Haschke) will auf Norderney kuren, doch statt Schlammbäder zu nehmen, hilft er Anwältin Tessa bei ihren Recherchen. Es beginnt ein Wettlauf zwischen den Ermittlern. Auch beim 2. "Friesland/Wilsberg" Crossover wird das Erwartete geliefert: Launige Dialoge und sanfte Aufregung.