Nina Kunzendorf und Anke Engelke über ihren Kampf gegen die Baumafia

Exklusiv: Anke Engelke und Nina Kunzendorf über ihren neuen Thriller, die Krise des Journalismus, Populismus und Menschenhandel.

Ein toter Bauarbeiter, ein verschwundener junger Mann, ein skrupelloser Populist, ein Filz aus Mafia und Politik: Die dritte Folge "Das Versprechen" der Thrillerreihe „Tödliche Geheimnisse“ (Samstag, 22. Februar, 20.15 Uhr, Das Erste) führt die investigativen Journalistinnen Rommy und Karin ins Baumilieu. Und in einen Kampf um Wahrheit und Menschenwürde.

Im Interview erklären die Protagonistinnen Nina Kunzendorf und Anke Engelke, was Zweckpessimismus und Pizza damit zu tun haben.

Nina Kunzendorf und Anke Engelke im Interview

Ein Filz von Mafia und Politik, ein verschwundener junger Mann, ein toter Bauarbeiter und ein skrupelloser Populist – das sind die Kernthemen in Ihrem neuen Film „Tödliche Geheimnisse – das Versprechen“. Was ist das Spannende an dieser Geschichte, in der Sie als Journalistinnen im mafiösen Baumilieu ermitteln?

Anke Engelke: Spannend finde ich zum Beispiel den psychologischen Aspekt, wenn bei der journalistischen Recherche das sogenannte Bauchgefühl eine Rolle spielt und die Privatperson hinter der Journalistin sichtbar wird. Ich finde es wirklich toll, dass unsere Figuren Journalistinnen sind - und nicht zwei Kommissarinnen. Romy und Karin beschäftigen sich natürlich auch mit Fakten und Zahlen, aber sie hören auch auf ihr Gespür, wenn sie mit Menschen sprechen, und da geht es dann nur am Rande um die Aufklärung eines Falles.

Wie viel Mitspracherecht haben Sie bei der Entwicklung von Romy und Karin?

Nina Kunzendorf: Wir haben durchaus Mitspracherecht. Beispielsweise waren wir uns im Vorfeld ziemlich schnell einig, dass die Liebesbeziehung von Romy und Karin nicht im Vordergrund stehen sollte. Schon gar nicht die Tatsache, dass es zwei Frauen sind, das sollte 2020 genauso selbstverständlich sein, wie alle anderen Konstellationen auch. Im Zentrum stehen zwei Journalistinnen, die gute Arbeit machen.

Anke Engelke: Wir sind keine Autorinnen, die Themen werden aber im Vorfeld besprochen, klar. Man ist ja grundsätzlich a