Traurige Kinder im "Tatort: Niemals ohne mich"

Der "Tatort: Niemals ohne mich" (Sonntag, 22. März, 20.15 Uhr im Ersten) zeigt zerstörte Familien, bei denen die Kinder durch den Streit ihrer Eltern auf der Strecke bleiben.

In dieser chaotischen Zeit der Corona-Krise freut sich jeder über alles Gewohnte, wie das sonntägliche Ritual "Tatort" zu gucken. Doch auch wenn der aktuelle Fall sehr gut ist, währt die Freude von kurzer Dauer. Denn was diese Woche gezeigt wird, belastet in der derzeit angespannten Situation zusätzlich. Es geht um getrennte Eltern, die lieber miteinander Krieg führen, anstatt sich um die Kinder zu kümmern und das Leid der Jüngsten, die unter den Loyalitätskonflikten zu zerbrechen drohen. Dazu zeigt die ARD auch Armut und die anspruchsvolle, oft unbefriedigende Arbeit des Jugendamts.

"Tatort: Niemals ohne mich" Hinter den Kulissen

Darum geht's im "Tatort: Niemals ohne mich"

Die Kölner Kommissare Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Schenk (Dietmar Schenk) geraten bei ihrem neuen Fall zwischen die Fronten von Eltern, die Sorgerechtsstreitigkeiten austragen. Eine Frau wird unter einer Brücke mit einem Radmutterschlüssel erschlagen. Sie heißt Monika Fellner (Melanie Staub) und war Mitarbeiterin im Jugendamt in der Abteilung Unterhaltsvorschusskasse. Da sie sehr hartnäckig versuchte versäumte Zahlungen der Sorgeberechtigten einzutreiben, hatte sie viele Feinde. Das gab ihr den Ruf eines Bullterriers, zudem spionierte sie heimlich Familien aus.

Ihr Chef Markus Breitenbach (Christian Erdmann) und ihre Kollegin Ingrid Kugelmeier (Anna Böger) drücken da schon eher mal ein Auge zu. Beispielsweise bei dem Architekten Rainer Hildebrandt (Peter Schneider), der seit der Trennung die Hauptsorge für seine Kinder trägt und keinen Job in Teilzeit findet. Seine Frau will nicht zahlen, deswegen lebt er von Hartz IV. Monika Fellner hatte herausgefunden, dass Hildebrandt als Bauzeichner Schwarzgeld dazu verdiente.