Gehirnforschung der CIA im "Tatort: Krieg im Kopf"

Verfolgungswahn oder reale Verschwörung? Der "Tatort: Krieg im Kopf" (Sonntag, 29. März, 20.15 Uhr im Ersten) aus Göttingen schärft das Bewusstsein.

"Die in meinem Kopf, die müsst ihr kriegen", sagt der Mann, der Charlotte Lindholm ein Messer an die Kehle presst. Benno Vegener will, dass man ihm endlich zuhört. Die Stimmen in seinem Kopf treiben ihn in den Wahnsinn. So beginnt der zweite Fall des Alphafrauen-Teams Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) und Anaïs Schmitz (Florence Kasumba).

Darum geht's im "Tatort: Krieg im Kopf"

Wie die Polizei erfährt, hatte Feldwebel Vegener das Kommando bei einem Bundeswehreinsatz in Mali, der mehrere Soldaten das Leben kostete. Klarer Fall von posttraumatischer Belastungsstörung also – oder? Bei ihren Recherchen stoßen Charlotte und Anaïs auf Geheimexperimente der CIA und Neurotechnologien wie transkranielle Magnetstimulation, die das Gehirn manipulieren. Und als sich auch noch der Militärische Abschirmdienst einschaltet, wissen die Kommissarinnen, dass sie auf einer heißen Spur sind.

Hintergrund

Totale Gedankenkontrolle: Bei den sogenannten Mind-Control-Techniken, die in diesem "Tatort" beschrieben werden, brummt auch dem Zuschauer der Schädel: Voice to Skull etwa oder Hypersonic Sound, bei denen Informationen bzw. Töne direkt in den Kopf der Zielperson gespielt werden. Dass jemand Stimmen hört, erscheint gar nicht mehr so abwegig. Durch ihre Ausbildung als Medizinerin sei sie für Verschwörungstheorien unempfänglich, sagt Maria Furtwängler. Bei diesem Fall habe sie aber doch gedacht: "Echt jetzt?!" – auch wenn es sich natürlich um Fiktion handelt. "Unser Autor hat akribisch recherchiert, aber wir sind nicht beim 'Brennpunkt'. Es geht nicht darum, dass alles hundertprozentig den Fakten entspricht, es muss nur plausibel sein. Das ist gelungen."

Autor Christian Jeltsch, der einen Informanten aus der militärischen Forschung gewinnen kon