"Kommissar Dupin": Einsatz in der Bretagne

Ein mysteriöser Tod, ein aufwühlender Besuch, quälende Erinnerungen: Im neuen Fall wird "Kommissar Dupin" (Donnerstag, 14. Mai, 20.15 Uhr im Ersten) schwer gefordert.

Darum geht's in "Kommissar Dupin: Bretonisches Vermächtnis"

Schockmoment für Kommissar Dupin (Pasquale Aleardi): Als er vor einem Bistro gerade einen Kaffee genießt, stürzt ein Mann von einem Balkon – und schlägt direkt neben ihm auf. Mit letzter Kraft gelingt es dem Mann, noch etwas Unverständliches zu stammeln – dann stirbt er. War es ein Unfall? Oder Mord? Klar ist: Es gibt einen neuen Fall für Dupin!

Den achten Einsatz des beliebten Kommissars, der im malerischen bretonischen Hafenstädtchen Concarneau lebt, erzählt der TV­-Film "Kommissar Dupin: Bretonisches Vermächtnis“.

Interview mit Pasquale Aleardi

Zusätzlich zu seinen Ermittlungen beschäftigt den Kommissar diesmal etwas sehr Persönliches: "Dupin ist verletzlicher als bei seinen vorherigen Fällen“, erklärt Pasquale Aleardi uns im Gespräch. "Das liegt daran, dass er zum ersten Mal Besuch von seiner Mutter bekommt und dadurch so stark wie nie zuvor an traumatische Erlebnisse seiner Kindheit erinnert wird. Das wühlt ihn innerlich auf.“

Alle Fans der Reihe wissen: Dupins Vater war auch Polizist und wurde vor seinen Augen erschossen. Die Mutter litt danach an Depressionen, der kleine Georges war lang auf sich allein gestellt.

"Die Kombination aus dem ungewöhnlichen Fall und der Begegnung mit der Mutter macht diese Folge für mich zu einer der bislang besten“, sagt Aleardi.

Hintergrund

Seit 2014 spielt der Schweizer Schauspieler die Rolle des französischen Polizisten. Erdacht hat sie Jean­-Luc Bannalec, ein deutscher Autor, der unter französischem Pseudonym veröffentlicht und auf dessen Romanen die TV­-Reihe basiert. Gleich zu Beginn wurde Georges Dupin von Paris in die Bretagne strafversetzt und fühlte sich dort überhaupt nicht wohl. "In den ersten Folgen war er ein krasser Einzelgänger“, erinnert sich Pasquale Aleardi. "Er hat sich aber an die Landschaft und die Bewohner gewöhnt. Mittlerweile schätzt er die Kauzigkeit der Bretonen sogar sehr und erkennt sich darin wieder. Er selbst ist ja auch ein schwieriger Typ mit einigen Macken. Ich sehe in ihm einen hochsensiblen Menschen, der seine Fähigkeiten verbissen einsetzt, um jeden Fall zu lösen.“

In mehr als 40 Ländern läuft die Reihe erfolgreich. Auch in Frankreich, wo man zunächst skeptisch war: Wie sollte ein deutsches Team die Geschichte eines französischen Kommissars überzeugend in Szene setzen? Nun sind die Zweifel beseitigt.

Kurios: Unter dem Motto "Auf den Spuren von Kommissar Dupin“ werden sogar Pauschalreisen nach Concarneau angeboten. "Einmal tauchte beim Dreh eine Gruppe Touristen auf“, berichtet Aleardi. "Sie dachten, wir hätten alles für sie organisiert, und stürmten begeistert das Set. Ich fand’s toll. Solche Reaktionen sind eine wundervolle Bestätigung unserer Arbeit.“

Im September sollen die Dreharbeiten zu Fall 9 beginnen. Für die weitere Zukunft hat Aleardi schon einen Wunsch: "Ich fände es gut, wenn Dupin für eine Folge nach Paris zurückkehrt und wir erfahren, warum er einst in die Bretagne versetzt wurde. Meine Vermutung: Er hat Machenschaften seines Chefs aufgedeckt. Das könnte doch spannend werden!“

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Dieser Krimi weckt Fernweh und Miträtsel-Lust zugleich. Und auch dieser Fall ist gewohnt charmant in Szene gesetzt. Er lebt von pittoresken Kulissen und den unterhaltsamen Figuren - allen voran Exil-Pariser Dupin.