Ballauf schwer traumatisiert im "Tatort: Gefangen"

Spannende Frage im "Tatort: Gefangen": Leidet eine Patientin unter Schizophrenie oder wird sie mit Absicht mit Medikamenten krank gehalten?

Nach dem Mord an einem Psychiater ermitteln die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk im "Tatort: Gefangen" (Sonntag, 17. Mai, 20.15 Uhr im Ersten) in einer geschlossenen Anstalt. Ballauf steht selbst kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Nachdem er im "Tatort: Kaputt" seine Kollegin Melanie Sommer erschossen hat, plagen ihn Albträume und Schuldgefühle. Er glaubt die Tote zu sehen.

Darum geht's im "Tatort: Gefangen"

Chefarzt Professor Krüger (Thomas Fehlen) wird erschossen aufgefunden. Das Mordopfer war Psychiater, eine Koryphäe auf seinem Gebiet und wurde von zahlreichen Kollegen bewundert. Als die Kommissare Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) die geschlossene Abteilung, die Krüger leitete aufsuchen, erregt die Patientin Julia Frey (Frida-Lovisa Hamann) ihre Aufmerksamkeit. Die junge Frau will sich umbringen. Sie behauptet gegen ihren Willen vom Professor festgehalten zu werden. Die stellvertretende Chefärztin Dr. Koch (Adina Vetter) negiert die Aussage und verweist auf Julias Wahnvorstellungen und die Diagnose: Schizophrenie in Folge einer Borderline-Erkrankung.

Doch Ballauf, der selbst schwer traumatisiert von dem Tod seiner Kollegin Melanie Sommer (Anna Brüggemann) ist, geht den Anschuldigungen nach. Tatsächlich bekommt Julia Medikamente verabreicht, die ihr Krankheitsbild verschlimmern. Und noch mehr erfährt Ballauf über die junge Frau, zu der er mehr und mehr Vertrauen fasst: Ihre Schwester Christine (Franziska Junge) und Mann Florian Weiss (Andreas Döhler) ziehen gemeinsam Julias Sohn auf. Ausgerechnet Florian Weiss war der Anwalt von Professor Krüger. Er hat im Auftrag des Arztes einer jungen Frau Schweigegeld bezahlt, weil sie behauptete Krüger habe sie vergewaltigt.