3. Einsatz für das Cop-Ehepaar: Herr und Frau Bulle jagen die Müllmafia

In ihrem dritten Fall ermitteln Herr und Frau Bulle in einem mysteriösen Mordfall, der familiäre Verwicklungen zur Müllmafia aufdeckt.

Mit einem Knochenfund auf einem Berliner Friedhof beginnt „Herr und Frau Bulle: Abfall“ am Samstag, 16. Mai, um 20.15 Uhr im ZDF.

Darum geht's in „Herr und Frau Bulle: Abfall“

In einem Grab liegen Leichenteile, die nicht zur dort bestatteten Person gehören. Wie sich herausstellt, stammen sie von einem Müllunternehmer, der seit Jahren als vermisst galt. Was mit ihm passiert ist, sollen nun die Kommissarin Yvonne Wills (Alice Dwyer) und der Fallanalytiker Heiko Wills (Johann von Bülow) herausfinden.

Die beiden waren vor anderthalb Jahren mit der Folge „Tod im Kiez“ zum ersten Mal im ZDF zu sehen und brachten einen neuen Dreh in die TV-Krimilandschaft: Yvonne und Heiko Wills sind verheiratet. Während er gern mit seiner Frau zusammenarbeitet, ist sie davon nicht begeistert.

Der Grund: Yvonne Wills ist bei der Arbeit deutlich härter und durchsetzungsfähiger als ihr zögerlicher Mann. Die kleinen Animositäten des Paars werden in manchen humorvollen Szenen ausgetragen.

Kriminelle Verwandtschaft

Im zweiten Film „Totentanz“ stand Heiko Wills mehr im Mittelpunkt, diesmal rückt Yvonne in den Fokus. „Sie muss in dieser Folge damit umgehen, dass immer mehr Details über ihre familiären Verstrickungen mit Berlins krimineller Unterwelt bekannt werden“, sagt Alice Dwyer im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. „Diese wurden bereits in den ersten beiden Teilen angedeutet und treten jetzt klarer zutage. Sogar ihr Mann ist davon überrascht.“

So ist Wills mit der Hauptverdächtigen, der Russin Ekaterina Milov (Marie-Lou Sellem) verwandt. Diese ist die Chefin einer Entsorgungsfirma, soll über Mafiakontakte verfügen und könnte sich eines Konkurrenten entledigt haben.

„Weil Yvonne Wills russische Wurzeln hat, muss ich in manchen Szenen Russisch sprechen“, sagt Alice Dwyer. „Das sind die Drehtage, vor denen ich etwas nervöser bin als sonst. Damit meine Aussprache authentisch klingt, lerne ich die Sätze mit einer Sprachtrainerin, die im Notfall für mich telefonisch erreichbar ist.“

Perfekte Chemie

Die Grundkonstellation von „Herr und Frau Bulle“ schätzt Dwyer sehr: „Die Darstellung der beiden Hauptfiguren widerspricht den klassischen Geschlechterklischees. Das finde ich großartig. Früher hätte man immer dem weiblichen Part die weicheren, schwächeren Eigenschaften zugeschrieben, der Mann wäre der coole Typ gewesen. Das ändert sich zum Glück immer mehr. Die Frauenrollen im deutschen Fernsehen sind in den vergangenen Jahren vielfältiger geworden, weniger klischeebeladen. Zu diesem Trend trägt hoffentlich auch unsere Reihe bei.“

Die Chemie zwischen Dwyer und ihrem Kollegen Johann von Bülow stimmt nach ihren Angaben auch abseits der Dreharbeiten: „Wir verstehen uns sehr gut und lachen viel miteinander“, so Dwyer. „Natürlich könnten wir vor der Kamera auch ein Paar spielen, wenn wir uns privat nicht ausstehen könnten. Aber dass wir uns sympathisch finden, macht die Sache doch tausendmal leichter!“

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

...der Mix aus Humor und Spannung nichts für die Tonne ist! Dieses Cop-Ehepaar überzeugt einfach.

Bildergalerie: Alice Dwyer in ihren schönsten Rollen