Max Simonischek: Nicht nur vererbtes Talent

Max Simonischek, Sohn von Charlotte Schwab und Peter Simonischek, begeistert erneut in der Rolle des attraktiven Kommissaren Lukas Laim.

Erneut schlüpft Max Simonischek in einen langen schwarzen Mantel und stellt den Kragen so hoch, das er seine schwarzen, gegelten Haare berührt. Fertig ist sein Outfit für seine Rolle als eigenwilliger Ermittler Lukas Laim.

Während Simonischek den vierten Film "Laim und die Tote im Teppich" abgedreht hat, zeigt 3Sat erneut den dritten Fall. Nach "Die Tote ohne Alibi" (2012) und "Laim und die Zeichen des Todes" (2017) läuft am Dienstag, den 30. Mai um 20.15 Uhr "Laim und der letzte Schuldige" (sowie in der ZDF-Mediathek).

Es gibt wohl kaum ein Interview, in dem Maximilian Simonischek, genannt Max, nicht auf seine berühmten Eltern angesprochen wird. Doch von ihm selbst wissen die Zuschauer meist wenig. Wer also ist das, der da diesen melancholischen, romantischen Kommissaren verkörpert?

Das Talent in die Wiege gelegt

Max Simonischek stammt aus einer Schauspielerfamilie, sein Vater Peter Simonischek ("Toni Erdmann", "Liebesjahre") seine Mutter Charlotte Schwab ("Alarm für Cobra 11", "Das Duo") und auch die Ehefrau seines Vaters Brigitte Karner und der Ex-Mann seiner Mutter Sven-Eric Bechtolf, sowie ein jüngerer Halbbruder Kaspar sind alle als Darsteller tätig. Zudem absolvierten zwei Halbbrüder ihre Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben.

Ganz wie der Rest seiner Familie hegt Simonischek eine besondere Leidenschaft für das Theater: „Grundsätzlich bin ich froh, zweigleisig fahren zu können, weil das eine das andere schon bereichert... Im Theater komme ich aber kreativ mehr auf meine Kosten, man hat mehr Zeit und kann sich intensiver mit den Inhalten auseinandersetzen. Meine Verantwortung für das Produkt ist auch viel größer: Ich bin das letzte Glied in der Kette, der Vorhang geht auf, und dann steh ich da“, sagte Simonischek gegenüber der Teleschau.

Deswegen stimmt es ihn auch traurig, dass die geplante Kooperation zwischen dem Deutschen Theater und den Bregenzer Festspielen, an der er beteiligt gewesen wäre, aufgrund der Corona-Krise auf ungewisse Zeit verschoben wurde. Als Trost steht er, nach einer Unterbrechung, derzeit wieder für die Krimireihe „Sarah Kohr“ in Hamburg vor der Kamera.

Das macht Simonischek während der Corona-Krise

Aber auch die Zeit während der Quarantäne konnte er genießen. Gegenüber teleschau sagte er, er habe viel Sport gemacht und sich in den Tag treiben lassen: „Was sonst eigentlich so selten möglich ist. Ich habe auch versucht, das wie ein Training zu sehen, diese Entschleunigung, dass man einfach mal in den Tag hineinlebt, ohne wirklich etwas erledigen zu können.“

Gemeinsam mit seiner zweijährigen Tochter und Frau lebt er in seiner Geburtsstadt Berlin. Dabei hat der Schweizer Schauspieler mit österreichischen Wurzeln nicht mal einen deutschen Pass. Aufgewachsen ist er in Zürich, Hamburg und Schleswig-Holstein und lebte u.a. in München.

Simonischek als Opernsänger

Als er 2019 sein Operndebüt als Papageno in der "Zauberflöte" in der „Oper im Steinbruch" St. Margarethen gab, musste er auch Kritik einstecken, weil er kein wienerisch kann. Das Schweizerdeutsch hingegen spricht er fließend und ist auch oft in Schweizer Produktionen zu sehen. Der preisgekrönte Spielfilm „Die göttliche Ordnung“ steigerte sein Ansehen und im Kinofilm „Zwingli“ spielte er 2019 den gleichnamigen Theologen und Reformator. Dies war die erste gemeinsame Arbeit mit seiner Mutter Charlotte Schwab. Gegenüber Blick.ch sagt er: „Ich hatte wahrscheinlich noch nie so viel Freude an einem Film. Und das natürlich auch dank meiner Mutter!»