"Schwartz & Schwartz": Das Duo sucht die "Bestie von Malchow"

TV-Star Devid Striesow über den neuesten Fall der ungleichen Brüder „Schwartz & Schwartz - Wo der Tod wohnt“ (Samstag, 23. Mai, 20.15 Uhr, ZDF).

Es geschah am hellichten Tag: Als die Hausfrau Clea Gerbel (Katja Studt) erschlagen in der Küche ihres Heims in einer biederen Wohnsiedlung liegt, präsentieren die Nachbarn sofort einen Sündenbock. Sie beschuldigen den vermeintlichen Psychopathen Marlon Ortlieb (Hendrik Arnst).

Doch Kripochefin Karin Lichtness (Nina Kunzendorf, GOLDENE KAMERA 2012) freut sich zu früh über dessen Verhaftung. Denn die Privatdetektive Andy (Devid Striesow) und Mads (Golo Euler) Schwartz glauben nicht an die Schuld der „Bestie von Malchow“. Mit ihren verdeckten Ermittlungen beginnt ein Kampf um die Deutungshoheit: Hat Kripochefin Lichtness recht – oder will sich die Beamtin, die ehrgeizige politische Ziele verfolgt, nur mit einer harten, populistischen Linie profilieren? Läuft der wahre Mörder noch immer frei herum, wie es die Brüder Schwartz vermuten? Und welche Rolle spielt ein knallblaues Sexspielzeug, das am Tatort gefunden wird?

3. Fall für das Schwartz-Duo

„Das Besondere am dritten Fall von ‚Schwartz & Schwartz‘ ist, dass er viele skurrile und besondere Charaktere auf glaubwürdige Weise vereint“, meint Devid Striesow im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. „Nina Kunzendorf spielt eine Polizistin, die ihre Nachbarschaftsfürsorge auf eine ganz eigene Art regelt, Thomas Schmauser agiert als Chef einer sehr fragwürdigen Firma.“

Doch wie legt Striesow, der bereits mehrfach in Reihen wie „Bella Block“ oder dem „Tatort“ auf Mörderjagd ging, seinen komödiantisch angehauchten Privatdetektiv an? Der Schauspieler: „Andy Schwartz erinnert mich an den kauzigen Saul Goodman aus der US-Serie ‚Better Call Saul‘. Um ans Ziel zu kommen verfolgt er Ideen, die nicht unbedingt jeder nachvollziehen kann.“ Außerdem, so Striesow, schlüpfe seine Figur in verschiedenste Rollen und erschleiche sich somit Vertrauen: Andys Selbstbewusstein ist aber nur aufgesetzt. In Wahrheit ist er ein Träumer.“

Das Erfolgsgeheimnis der Reihe

Gefragt nach dem Erfolgsgeheimnis der Reihe, die im Schnitt 5,8 Millionen Zuschauer begeistert, kommt Striesow auf folgende Formel: „Zwei Brüder, die sich für Detektive halten, nicht voneinander lassen können und von einer Informantin im Polizeiapparat unterstützt werden.“

GOLDENE KAMERA geht noch weiter: Die ungleichen Brüder mit ihren haarsträubenden Aktionen sind das ZDF-Pendant zu den Münsteraner „Tatort“-Stars der ARD. Fehlt eigentlich nur die kleinwüchsige Pathologin, ansonsten ist alles da: Zwei skurrile Ermittler stolpern von einem Fettnäpfchen ins nächste und klären Morde mit Witz und Raffinesse. Chapeau!

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

… hier spielfreudige Darsteller auf handfeste Krimispannung treffen. Interessant bleibt die Vorgeschichte der Brüder, die auch im 3. Fall nur angedeutet wird und im Finale einen neuen Dreh bekommt.