Im Check: Was kostet meine Lieblingssendung?

Wie teuer sind Serien, Shows und Spielfilme? GOLDENE KAMERA checkt die Ausgaben der Sender – und entdeckt Überraschendes.

Hätten Sie gedacht, dass etwa ein ARD-Freitagabendfilm wie "Die Eifelpraxis" mit 1,76 Millionen Euro teurer ist als der populäre "Tatort" (im Schnitt 1,67 Millionen)? Oder dass eine 90-minütige ZDF-Mittwochsshow wie "Da kommst du nie drauf!" stattliche 900.000 Euro kostet? Dagegen erscheint der Preis für die großen 105- bis 180-minütigen Samstagabendshows des ZDF (im Schnitt 1,4 Millionen Euro) fast wie ein Schnäppchen.

Transparenzseiten im Internet

Wie viel Geld die TV-Kanäle für ihre Programme ausgeben, ist überaus spannend. Und für jeden nachlesbar. Bereits seit 2017 verraten die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF auf ihren sogenannten Transparenzseiten im Internet, wofür sie das Geld der Beitragszahler (früher: GEZ-Gebühren) ausgeben.

Wenn auch auf sehr unterschiedliche Art: Das ZDF weist den Komplettpreis für Serien, Shows, Spielfilme, ja sogar Sportsendungen aus. Beispiel: Für die jährlich rund 46 Live-Ausgaben des "Aktuellen Sportstudios" gibt das Zweite je 165.000 Euro aus.

Bei der ARD muss man dagegen erst mal nachrechnen. Sie präsentiert die Minutenpreise, die auf den ersten Blick weitaus harmloser wirken. Nach ein paar Multiplikationen weiß man jedoch trotzdem, dass eine 15-minütige Ausgabe der "Tagesschau" 27.660 Euro kostet und dass die Vorabendquizshow „Gefragt – Gejagt“ mit 96.300 Euro zu Buche schlägt.

Transparenz hat ihre Grenzen

Nicht minder interessant ist aber, wo die Transparenz der ARD endet: Preise für Shows wie "Klein gegen Groß", "Verstehen Sie Spaß?" und "„Die Feste mit Florian Silbereisen" oder für die "Sportschau" werden nicht veröffentlicht. Selbst auf mehrfache Nachfrage von GOLDENE KAMERA waren sie leider nicht zu erfahren.

Bildergalerie: Diese Shows gucken wir schon ewig