„Im Schatten das Licht": Anna Schudt auf der Suche nach Glück

Bestseller-Verfilmung mit Topbesetzung: Anna Schudt entführt uns in die Welt von Jojo Moyes.
Bestseller-Verfilmung mit Topbesetzung: Anna Schudt entführt uns in die Welt von Jojo Moyes.
Foto: Sat.1
In der starbesetzten Romanverfilmung nach Erfolgsautorin Jojo Moyes behält GOLDENE KAMERA Preisträgerin Anna Schudt beim beseelten Ritt ins Glück alle Zügel im Griff.

Er ist wieder da. Natasha (Anna Schudt) kann es nicht glauben. Acht Monate hatte sie ihren Nochehemann nicht gesehen und sich mit Conrad (Henning Baum) über die Trennung hinweggetröstet. Nun steht Mac (Kai Schumann) plötzlich vor der Tür des gemeinsamen Hauses und bittet für einige Wochen um Unterkunft. Ein Wiedersehen mit Folgen. Das berührende Drama „Im Schatten das Licht“ (Mo, 8. Juni, 20.25 Uhr, Sat.1) basiert auf dem Roman von Erfolgsautorin Jojo Moyes.

Über 30 Millionen Bücher hat die Britin weltweit verkauft, knapp 10 Millionen davon in Deutschland. 2016 verfilmte Hollywood Moyes’ Bestseller „Ein ganzes halbes Jahr“, nun wurde erstmals eines ihrer Bücher fürs deutsche TV in Szene gesetzt. „Wir sind eng an der Vorlage geblieben, um den Geist der Geschichte zu wahren“, sagt Regisseurin Vivian Naefe im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. „Im Fokus stehen zwei Liebende, die wieder zueinanderfinden müssen.“ Doch der Weg zur Versöhnung gestaltet sich schwierig.

Um Mac am ersten Abend nicht begegnen zu müssen, flieht Natasha in einen Supermarkt – und beobachtet dort die 14­jährige Sarah beim Ladendiebstahl. „Natasha hat ein großes Hilfsbedürfnis“, so Anna Schudt. „Sie spürt, dass dieses Mädchen Unterstützung braucht, und möchte ihm beistehen.“ Nach dem Schlaganfall ihres Großvaters ist Sarah auf sich allein gestellt. Kurzerhand entscheiden Natasha und Mac, den Teenager vorübergehend aufzunehmen. Laut Schudt eine nicht uneigennützige Entscheidung: „Sich um Sarah zu kümmern ist für beide auch ein Ausweichmanöver“, sagt die GOLDENE KAMERA­ Preisträgerin von 2019. „Sie haben eine Aufgabe, müssen so die gemeinsame Vergangenheit nicht aufarbeiten.“

Doch Sarah macht es den Pflegeeltern nicht leicht. Regelmäßig reißt sie aus, um mit ihrem Pferd Boo zu trainieren. Das Mädchen ist eine talentierte Dressurreiterin und träumt davon, in eine französische Militärakademie aufgenommen zu werden. Als Boo verkauft werden soll, ist Sarahs Verzweiflung groß: Sie macht sich mit Boo heimlich auf den Weg nach Frankreich. „Für Natasha und Mac beginnt eine nervenaufreibende Suche“, so Schudt. Und die hat Folgen.

Rund 32 Tage standen die Schauspieler vergangenen Sommer für das romantische Liebesdrama vor der Kamera. Ein Großteil der Szenen entstand in der Wallonie, dem französischsprachigen Teil Belgiens. „Es war unglaublich warm, teilweise bis zu 40 Grad“, erinnert sich Schudt. „Wir mussten regelmäßig Pausen einlegen, um die Pferde abzukühlen.“ Fünf Vierbeiner teilten sich die Rolle von Sarahs tierischem Begleiter.

Als herausfordernd erwiesen sich die Dressurszenen, etwa bei Kapriolen, bei denen das Pferd hochspringt und nach hinten ausschlägt. „In Europa gibt es nur zwei Tiere, die diese Disziplin beherrschen“, so Regisseurin Vivian Naefe. „Das Pferd in unserer Geschichte ist braun. Als wir ans Set kamen, erwartete uns aber ein Schimmel.“ Die Maskenbildner legten Hand an, das weiße Tier wurde dunkler. In der digitalen Bearbeitung wurde die Optik dann perfektioniert. „Definitiv einer der absurdesten Momente in meiner Laufbahn“, lacht Naefe. „Aber das Ergebnis kann sich sehen lassen.“

Anna Schudt in ihren schönsten Rollen