Die Anwaltskomödie "Dennstein und Schwarz: Schuldenfalle"

Scheidungskrieg, eine brisante Affäre und ein alleinerziehender Vater in Geldnot - Auch die zweite Folge der humorig-leichten Anwaltsreihe "Dennstein und Schwarz" unterhält die Zuschauer.

Sie sind zurück: Die ungleichen Anwältinnen Dr. Paula Dennstein (Maria Happel) und Dr. Therese Schwarz (Martina Ebm) waren in der ersten Folge "Sterben macht Erben" (hier in der ARD-Mediathek) Kontrahentinnen. Nun eröffnen sie in "Dennstein und Schwarz: Schuldenfalle" (Freitag, 26. Juni, 20.15 Uhr im Ersten und bereits in der ARD-Mediathek) eine gemeinsame Kanzlei in der Steiermark.

Darum geht's in "Dennstein und Schwarz: Schuldenfalle"

Willi Schulz (Sebastian Hülk) steht auf einem Kirchturm und brüllt verzweifelt die Passanten unter ihm an. Er macht seiner Wut über einen abgelehnten Kredit lautstark kund. In Angst, dass sich der Mann runterstürzen könnte, eilt Paul Dennstein trotz ihrer Höhenangst zu ihm hinauf. Sie überredet ihn den Turm zu verlassen. Unten angekommen, nimmt die Polizei Schulz in Verwahrung. Da Schulz' Frau bei einem Fahrradunfall ums Leben kam, muss sich Dennstein notgedrungen um die beiden Töchter des Mannes kümmern. Die Familie hat große Geldprobleme. Eine Baufirma verlangt von Herrn Schulz 20000 Euro als Stornogebühr für einen Hausbau, der nicht zustande kam. Kurzerhand übernimmt Dennstein Pro bono den Fall und stößt auf eine betrügerische, aber scheinbar legale Vorgehensweise.

Derweil lernt Therese Schwarz in ihrem Fitnessstudio den attraktiven Anwalt Thomas Lange (Bernhard Piesk) kennen und beginnt mit ihm eine heiße Affäre. Als ihre Kollegin Paula sie bittet, ihre Scheidung zu übernehmen, trifft sie vor Gericht wieder auf Thomas: Er ist der Scheidungsanwalt von Herrn Dennstein.

Hintergrund

Diese zweite Folge der österreichischen Anwaltskomödie lief bereits am 29. Dezember im ORF und erzielte 22 Prozent Marktanteil. Die Fortsetzung "Rufmord" zeigt die ARD am 3. Juli um 20.15 Uhr.

Martina Ebm feierte ihren Durchbruch mit ihrer Rolle in "Vorstadtweiber, für die sie auch 2019 für den österreichischen Fernseh- und Filmpreis "Romy" nominiert wurde. Nach der vierten Staffel verließ sie die Serie. Wie ihre Kollegin Nina Proll kürzlich im Interview verriet, wird "Vorstadtweiber" nach der sechsten Staffel nicht mehr fortgesetzt.

Auch Maria Happel sprach für diese Reihe vor, bekam aber keinen Part. Stattdessen arbeitet Happel als Regisseurin und ist auch viel am Theater tätig. Zu ihren bekanntesten Rollen gehört die der Gerichtsmedizinerin Franziska Beck in "SOKO Donau".

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Die Schönheit der Steiermark, leichte Unterhaltung und zwei gegensätzliche, interessante Protagonistinnen - die Mischung für eine kurzweilige, humorige, typische ARD-Freitag-Abend-Unterhaltung stimmt. Die Schauspielerinnen können sich sehen lassen, aber viel Tiefe und Spannung darf der Zuschauer nicht erwarten. Klischees werden bedient. Zudem stellen die Lösungen der beiden Fälle leider keine Überraschung dar. Trotzdem: Zum lockeren Nebenbei-weggucken lohnt sich die Serie auf jeden Fall.