Das Duell der Castingshows

„I Can See Your Voice“ läuft am 18. und 19. August auf RTL
„I Can See Your Voice“ läuft am 18. und 19. August auf RTL
Foto: TVNOW
RTL und ProSieben setzen auf die gleiche Show-Idee: Prominente sollen Gesangstalente entdecken, ohne deren Stimme zu hören. Was unterscheidet die Formate?

Sänger, die man sieht, aber nicht hört, Ratespaß und eine Prise Comedy – mit diesem Konzept kämpfen bald zwei Sender um Zuschauer! Die Ankündigungen von RTL („Sieht man jemandem an, ob er singen kann – ohne die Stimme gehört zu haben?“) und ProSieben („Spot an. Ton aus. In ‚Fame Maker‘ muss man mit den Augen hören.“) klingen fast identisch.

„I Can See Your Voice“ bei RTL (ab dem 18. August)

In „I Can See Your Voice“, der RTL-Adaption einer Hitshow aus Südkorea, versuchen Kandidaten, einen Musikstar, seinen größten Fan sowie ein „Panel“ prominenter Berater von ihrem Talent zu überzeugen. Ohne zu singen! Daniel Hartwich moderiert, es gibt vier „Hinweisrunden“ (u. a. Playbackauftritt), erst im Finale schlägt beim Duett mit dem Star die Stunde der Wahrheit. Haben Star und Fan auf ein echtes Talent gesetzt, gehen 10.000 Euro an den Fan. Sind sie einem Blender aufgesessen, hat der die Summe redlich verdient.

„Fame Maker“ bei ProSieben (ab dem 17. September)

ProSiebens „Fame Maker“, eine Erfindung von Stefan Raab, wird von Tom Neuwirth alias Conchita Wurst moderiert. Das Format startet im September, ebenfalls mit einer Promi-Jury. Sie sind die Fame Maker, die der Show den Namen geben. Vor ihnen treten Kandidaten unter schalldichten Glaskuppeln auf.

Die Fame Maker können die Kuppeln öffnen – und hören dann, was sie vorher nur erahnen konnten: große Stimmen oder schräge Töne. Egal ob Hit oder Niete: Jetzt gilt es, den ausgewählten Sänger fit zu machen fürs große Livefinale, in dem die Zuschauer den Sieger küren.

Es gibt aber Unterschiede

Auch wenn die Grundidee recht ähnlich klingt, gibt es also durchaus Unterschiede. GOLDENE KAMERA Preisträger Thomas Hermanns, Jurymitglied bei der RTL-Show „I Can See Your Voice“, bringt sie im Interview so auf den Punkt: „Fame Maker“ von ProSieben caste tatsächlich potenzielle Popstars. „Wir dagegen suchen keinen Star, der Star ist bei uns bereits im Studio.“

Sicher ist: Mit dem Duell dieser beiden Formate wird die nächste Runde im Kampf um den größten Showhit eingeläutet.