Alles neu beim MoMa: So gut sieht das neue ZDF-Studio aus

Neues Studio, neue Technik, neues Erscheinungsbild - GOLDENE KAMERA verrät, wie sich das "Morgenmagazin" verändert.

Exklusive Enthüllungen, die neuesten Infos zu aktuellen Themen und Live-Interviews mit wichtigen Persönlichkeiten: Das sind die Zutaten für das reichhaltige Nachrichten-Büfett, mit dem das ZDF-„Morgenmagazin“ uns alle 14 Tage zur Frühstückszeit in den Tag lockt, montags bis freitags, 5.30 bis 9 Uhr. So weit, so bekannt. Doch wenn die Zuschauer am 7. September einschalten, ist - mit Ausnahme der bekannten Gesichter - alles neu.

Andreas Wunn (45), Redaktionsleiter und Moderator, verrät (hier exklusiv im Interview): „Wir verändern das MoMa, indem wir das Studio modernisieren und unsere Arbeit transparenter präsentieren. Deshalb bauen wir nicht einfach eine neue Kulisse, sondern schaffen einen Raum für uns Moderatoren, in dem wir uns besser entfalten können.“

Konkret heißt das: Statt des künftig zwar immer noch vorhandenen, aber mehr in den Hintergrund rückenden Sofas, wird das neue MoMa-Zentrum eine sogenannte ‚Moderationsinsel‘ sein.

Wunn: „An diesem Tisch sitzen wir während der Sendung, arbeiten kontinuierlich an den Nachrichten und präsentieren die Ergebnisse live.“

Das MoMa wird bunter

Die Mission der Mainzer: „Dadurch wird das Teamwork am Morgen visuell und räumlich betont - ohne dass das MoMa wie ein Newsroom wirkt. Außerdem modernisieren wir sämtliche Grafiken.“

Das neue Erscheinungsbild, so Wunn, beinhaltet unter anderem einen „gestalteten Sonnenaufgang“: „Ab dem 7.9. wird das Morgenmagazin bunter! Denn die Farben, die die Zuschauer dann in unserem Logo sehen, sind echte Farben von vielen verschiedenen Sonnenaufgängen in ganz Deutschland. Diese Idee finde ich schön, weil wir uns als Redaktion verstehen, mit der die Zuschauer in den Tag starten.“

Ein weiteres Technik-Highlight: „Im neuen Studio steht ein vertikaler Monitor im menschengroßen Handyformat – inklusive Touch Screen. Dort präsentieren wir 1:1 Handy- und Social Media-Inhalte sowie Module von unserer ebenfalls rundum erneuerten App ‚ZDF heute‘.“

Und ja, selbst das beim Live-Publikum beliebte ZDF-MoMa-Café - sowie die Titelmusik und die zu verlosenden Tassen - werden erneuert. Andreas Wunn: „Unser Café bekommt einen Lounge-Look. Dort findet einmal pro Woche ein politisches Streitgespräch statt – und auch der Bandauftritt wird attraktiver.“

Verantwortlich für die neue MoMa-Erkennungsmelodie („vertraute Klänge in einem modernisierten Sounddesign“): „Komponist Hans Günter Wagener, der bereits seit 30 Jahren viele Sendungstitel für das ZDF entwickelt.“

Moderatoren im Vordergrund

Apropos Entwicklung: In der rund zweijährigen Entwicklungsphase, haben die Mainzer - neben dem Wunsch nach mehr Transparenz und Modernität - auch auf die Idee gesetzt, die „Moderatoren in ihren Rollen zu stärken“: Ab dem 7. September, so Wunn im Gespräch mit GOLDENE KAMERA, sollen die Zuschauer sie mehr als einen „Anker“ wahrnehmen, der sie morgens zuhause erreicht.

„Im alten Studio wirkten unsere Moderatoren manchmal ein bisschen verloren, aber jetzt zoomen wir sie näher ran – unterstützt von einem Studio, das ihre einordnende, journalistische Rolle stärkt.“ Denn informieren und einordnen, so Wunn, wolle man das Wichtigste am Morgen besser als sämtliche Konkurrenten.

Doch wo sieht der Redaktionsleiter die größten Unterschiede zum Frühstücksfernsehen der Konkurrenz? Wunn: „Mit Sat.1 und RTL vergleichen wir uns nicht wirklich, weil wir andere Sendungen machen. Zur ARD: Wir sind befreundete Konkurrenz, aber ein Unterschied ist, dass wir die Gesprächsgäste und Spitzenpolitiker im Studio haben. Bei der ARD wird nach Berlin geschaltet, aber es sind nicht die Hauptmoderatoren, die dort die Gespräche führen. Der Standort Berlin ist für unsere Redaktion ein großes Plus, weil unsere Reporter aus der Hauptstadt berichten - es macht einfach Sinn, dass eine aktuelle Redaktion am Morgen in der Hauptstadt angesiedelt ist.“

Auch das ZDF-Nachtprogramm wird ab dem 7.9. erneuert. Gegen Mitternacht zeigen die Mainzer künftig ein „heute journal update“.

Hier lesen sie das komplette Interview mit Andreas Wunn.