Populär im TV und bei Instagram: Valentina und Cheyenne Pahde im Interview

Valentina (l.) and Ceyenne Pahde sind eineiige Zwillinge
Valentina (l.) and Ceyenne Pahde sind eineiige Zwillinge
Foto: Felix Hoerhager/dpa
Cheyenne Pahde verschönert “Alles, was zählt“. Valentina Pahde bekommt jetzt ihre eigene Serie „Sunny“. Ein Interview mit Deutschlands schönste Zwillinge.

Sie sind jung, schön, erfolgreich – und gleichen wie ein Ei dem anderen. Doch obwohl die berühmten Zwillingsschwestern Valentina und Cheyenne Pahde, die am 4. Oktober ihren 26. Geburtstag feiern, seit Kindesbeinen verwechselt werden, ticken sie charakterlich anders. Vor der Ausstrahlung von Valentinas neuer Serie „Sunny – Wer bist du wirklich?“ (1. Oktober, 20.15 Uhr, RTL) und der Anschluss-Doku „Die Pahde-Zwillinge – So sind wir wirklich“ haben wir den Schwestern einige Geheimnisse entlockt.

Valentina und Cheyenne Pahde im Interview

Wie hat Ihre Schauspielkarriere angefangen? Liegt das Schauspiel-Gen in Ihrer Familie?

Valentina Pahde: Nein. Als wir drei waren wurden in München und Umgebung blonde Zwillinge gesucht. Unsere Mutter hat davon erfahren, doch weil weder sie noch mein Vater aus der Schauspielbranche kommen, fuhr sie ahnungslos mit uns zum Casting, wo wir dank etwas Glück die Rolle der Halbwaisen Katharina Arnhoff in „Forsthaus Falkenau“ bekamen und neun Jahre bei dieser Serie blieben. Wegen des Jugendschutzgesetzes haben wir uns die Rolle geteilt.

Valentina, in der neuen Serie „Sunny“ spielen Sie die Hauptrolle. Was ist das Besondere an dieser Serie? Und stimmt es, dass Sie den Titelsong selbst singen?

Valentina Pahde: Ja! „Sunny“ ist die Eventserie des Jahres. Etwas Vergleichbares gab es im deutschen Fernsehen noch nie – weil noch nie ein Charakter aus „GZSZ“ eine eigene Serie bekommen hat. Alle Beteiligten haben ein wahnsinnig tolles Drehbuch auf die Beine gestellt. „Sunny“ ist eine Serie voller Emotionen, Leidenschaft, Spannung und Sex. Die Zuschauer werden sehr überrascht sein.

Wann kehrt Sunny zu „GZSZ“ zurück?

Valentina Pahde: Das genaue Ausstrahlungsdatum kenne ich nicht, aber ab dem 12. Oktober stehe ich wieder für „GZSZ“ vor der Kamera.

Cheyenne, was mögen Sie an Ihrer Figur Marie Schmidt in „Alles was zählt“? Und wie lange bleiben Sie der RTL-Serie erhalten?

Cheyenne Pahde: Hoffentlich noch eine Weile. Das Tolle an „Alles was zählt“ ist, dass es inhaltlich ums Eislaufen geht und dass diese Sportart schon seit meiner Kindheit meine große Leidenschaft ist. Genau wie meine Serienfigur Marie habe auch ich von klein auf sehr viel Zeit, Energie, Kraft und Leidenschaft ins Eislaufen investiert. Insofern ist es wirklich ein Traumjob, dass ich diesen Sport mit der Schauspielerei verbinden kann.

Cheyenne, wie hat Corona die Drehbedingungen bei „Alles was zählt“ verändert?

Cheyenne Pahde: Corona war natürlich in vielen Produktionen ein großes Thema - auch bei uns. Als der Lockdown kam, mussten wir erst einmal pausieren und uns an sämtliche Vorschriften halten. Doch wir waren total froh, dass wir relativ zügig – und unter Berücksichtigung der neuen Sicherheits- und Hygienevorschriften - wieder weiterdrehen konnten.

Valentina, für den „Sunny“-Dreh wurden Sie zum Schutz vor Corona in eine Villa eingesperrt. Wie muss man sich das konkret vorstellen?

Valentina Pahde: Ganz einfach: Wir waren den kompletten Drehzeitraum mit sämtlichen Schauspielkollegen in einer Vollzeit-Quarantäne – weil es inhaltlich viel um körperliche Nähe geht. Zwei Wochen vor Drehbeginn haben wir erfahren, dass wir „Sunny“ nur drehen können, wenn wir Schauspieler aus dem Hauptcast alle in ein gemeinsames Haus ziehen, dort eine „Wohngemeinschaft“ gründen und Corona-frei bleiben. Das war total herausfordernd, denn ich bin generell der WG-Typ. Vor Ort hatte jeder ein eigenes Apartment mit eigenem Badezimmer und Küche sowie jede Menge Rückzugsmöglichkeiten. Außerdem haben wir die Freizeit genutzt, um gemeinsam Szenen zu proben. Letztlich war die „Corona-WG“ übrigens vorteilhaft, weil wir alle Sachen viel intensiver besprechen konnten, statt nach Feierabend in die eigene Wohnung oder ins Hotel zu fahren.

Was ist die Sonnenseite des Schauspielerberufs? Was die Schattenseite?

Valentina Pahde: Die Sonnenseite ist, dass wir in einem Beruf arbeiten können, den wir über alles lieben. Ich kann jeden Tag in eine neue Rolle schlüpfen, und wir machen die Zuschauer glücklich. Wenn mir beispielsweise jemand schreibt, dass er sich total mit den Gefühlen meiner Serienfigur identifizieren kann, macht mich das froh. Und Schattenseiten? Eigentlich sind die nicht vorhanden, außer, dass die Privatsphäre und die Freizeit etwas leiden und das Privatleben manchmal zu kurz kommt.

Cheyenne Pahde: Den Vorteilen stimme ich absolut zu. Und was die Schattenseiten betrifft finde ich es manchmal etwas schade, dass viele Leute kein Verständnis für meine Privatsphäre haben. Denn nur weil wir in der Öffentlichkeit stehen, heißt das nicht, dass wir alles, was wir privat machen, auch in der Öffentlichkeit zeigen müssen.

Stichwort Zwillinge, fühlen Sie gegenseitig, wie es Ihrer Zwillingsschwester geht? Gibt es diese angebliche überirdische Zwillingswahrnehmung?

Valentina: Wenn Cheyenne in Köln erkältet ist, huste ich nicht in Berlin mit. Aber ich spüre, wenn es ihr emotional oder mental nicht so gut geht. Dann fühle ich mich auch bedrückt. Einmal wurden meiner Schwester die Mandeln rausgenommen – und während dieser zweiwöchigen Zeit konnte ich ebenfalls nichts essen, weil mir das Schlucken weh getan hat. Das war das erste krasse Beispiel, das wir hatten. Damals haben wir explizit gemerkt, wie stark unsere Verbindung ist.

Wie oft habt Sie als Kinder Zwillingsstreiche gemacht, wie man sie von „Das doppelte Lottchen“ kennt - zum Beispiel mit vertauschten Rollen?

Cheyenne Pahde: Tatsächlich waren wir im Kindesalter jedes Mal froh, wenn uns die Leute mit dem richtigen Namen angesprochen haben. Die Verwechslungsgefahr war so groß, dass wir das nicht ausnutzen mussten – weil uns eh niemand auseinanderhalten konnte.

Valentina Pahde: Genau. Wenn man von Kindesbeinen an immer verwechselt wird, findet man es spätestens als Jugendlicher gar nicht mehr lustig. Wir waren wirklich relativ brav, und haben das nie groß ausgenutzt.

Was sind Ihre größten Charakterunterschiede? Und worin sind Sie sich total gleich?

Cheyenne Pahde: Valentina wird unausstehlich, wenn sie nichts zu essen bekommt. In diesem Punkt bin ich entspannter.

Valentina Pahde: Der größte Unterschied ist, dass Cheyenne sehr zurückhaltend ist und die Dinge erst einmal beobachtet und sich ihre Meinung im Stillen bildet – während ich offener auf andere Leute zugehe. Wenn ich im Café sitze, bin ich keine zwei Minuten alleine, sondern habe direkt neue „Freunde“.

Haben Sie dasselbe Lieblingsgericht?

Cheyenne Pahde: Mein Lieblingsgericht sind Nudeln mit Tomatensauce von meiner Oma.

Valentina Pahde: Und ich esse am liebsten Spaghetti Bolognese und Spaghetti Carbonara vom Papa. Wir lieben Pasta, wie Sie merken.

Sind Sie Single oder vergeben? Und was macht einen Traummann aus?

Valentina Pahde: Ich bin Single, weil es aufgrund der Arbeit ziemlich schwer ist, jemanden in Ruhe kennenzulernen. Und es ist auch gar nicht so einfach, den richtigen Partner zu finden, der Verständnis dafür hat, dass man viel Zeit mit der Arbeit verbringt. Aber tatsächlich sind wir sehr glücklich als Single, und überhaupt nicht verrückt auf der Suche. Ich nehme jeden Tag, wie er kommt. Und was den „richtigen“ Partner betrifft, gehe ich nicht mehr nach der Optik. Früher habe ich gesagt, dass mein Traumpartner groß und dunkelhaarig sein muss, aber inzwischen finde ich es wichtiger, dass er mich glücklich macht und ich ihm vertrauen kann. Vor allem in der heutigen Zeit mit Social Media und Co ist es wichtig, dem Partner absolut zu vertrauen und ehrlich miteinander zu reden – und auch mal Probleme ansprechen zu können.

Cheyenne Pahde: Zum Glück haben wir nicht denselben Männergeschmack. Wir sind uns noch nie in die Quere gekommen.

Können Sie sich ein Leben ohne Instagram vorstellen?

Cheyenne Pahde: Tatsächlich ist Instagram mittlerweile so präsent, dass man sich ein Leben ohne gar nicht mehr wirklich vorstellen kann. Instagram ist nicht nur oberflächlich, sondern man kann dort auch Institutionen unterstützen – beispielsweise ein Tierheim. Dafür werbe ich gerade, indem ich meine Reichweite einsetze. Auch die Kinder-Augenkrebs-Stiftung ist mir beispielsweise wichtig. Solange man den Fokus von den wichtigen Dingen im Leben nicht verliert, ist es schön, dass Instagram existiert.

Welche drei Dinge würden Sie auf eine einsame Insel mitnehmen?

Cheyenne Pahde: Erstens meine Schwester. Zweitens Hausmittel gegen Mücken und Allergie. Und drittens Essen. Nahrungsmittel spielen in unserem Leben eine große Rolle, weil wir seit 2019 ja auch einen Feinkostladen haben.

Valentina Pahde: Ich würde natürlich auch meine Zwillingsschwester mit auf einsame Insel nehmen – genau ebenfalls leckeres Essen. Und als drittes würde ich ganz viele Gesichtspflegeprodukte mitnehmen, weil ich ein Kosmetikjunkie bin und alles Mögliche an mir selber ausprobiere. Und natürlich Sonnencreme!

Können Sie sich vorstellen, mal bewusst nicht auf Zwilling zu machen? Eine radikale Typveränderung ohne vorherige Absprache mit der Zwillingsschwester?

Cheyenne Pahde: Grundsätzlich ja. Das fände ich total interessant. Und wenn es ein cooles Rollenangebot gäbe, würde ich es definitiv machen. Aber ich würde es auf jeden Fall vorher mit Valentina absprechen. Denn wenn ich auf einmal mit einem kurzen, schwarzen Bob vor ihr stünde, wäre das der Schock des Lebens.

Valentina Pahde: Nicht nur das, ich wäre auch ganz schön sauer auf Cheyenne. Denn obwohl wir aufgrund unseres Jobs in zwei verschiedenen Städten leben, beraten wir uns ständig gegenseitig – egal zu welcher Uhrzeit. Austausch und Vertrauen sind die Basis unserer Beziehung.

Gibt es einen Marketingvertrag, laut dem Sie sich möglichst ähnlich sehen sollen?

Valentina Pahde: Nein. Aber ich könnte mir vorstellen, dass wir in naher Zukunft hoffentlich mal wieder gemeinsam vor der Kamera stehen. Und da ist es natürlich Pflicht, gleich auszusehen.

Aber Sie haben noch nie gemeinsam gedreht, oder?

Cheyenne Pahde: Nur einmal – für einen Kurzfilm namens „Lilly“ in Südfrankreich. Das war das einzige Mal, wo wir uns bewusst keine Rolle geteilt hatten, sondern zusammen als Zwillinge vor der Kamera standen.

Berühmte Zwillinge gab es schon einige in der Filmgeschichte, beispielsweise Alice und Ellen Kessler oder Mary-Kate und Ashley Olsen. Und die sah man auch zusammen in Filmen. Würden Sie gern mal gemeinsam vor der Kamera stehen?

Valentina Pahde: Mary-Kate und Ashley Olsen sind unsere Kindheitsidole. Wir wollten immer so sein wie die. Und die haben tatsächlich damals bei „Full House“ genauso angefangen wie wir – denn sie haben sich eine Rolle geteilt und sind dann als Marke „Die Olsen-Twins“ in Amerika groß geworden. Das würden wir uns auch sehr wünschen. Ich fände es mega cool, mal einen Kinofilm oder eine Serie mit Cheyenne zusammen zu drehen.

Gibt es öfter Angebote in die Richtung?

Valentina Pahde: Ja, tatsächlich waren wir jetzt schon ein paar Mal im Gespräch. Cheyenne und ich würden auch gerne musikalisch was zusammen starten, weil wir sehr gut singen können. Wir haben damals im Gospelchor in München angefangen. Und da sind wir auch schon in Gesprächen.

Cheyenne, Sie haben mal bei „Aktenzeichen XY“ mitgespielt …

Cheyenne Pahde: Genau. Ich habe vor meiner Karriere bei „Alles was zählt“ 2016 ein Vergewaltigungsopfer gespielt. Das war eine große Herausforderung. Um ehrlich zu sein wusste ich nicht genau, was mich erwartet. Aber am Ende war alles gut, weil es mich während des Drehs so schlimm hingehauen hat, dass ich von alleine geweint habe

Geht „Sunny“ in eine zweite Staffel, wenn die Quoten stimmen?

Valentina Pahde: Wir warten jetzt erstmal ab, wie der Start am 1. Oktober ist. Es wird ja um 20:15 Uhr zur Prime-Time eine Doppelfolge geben. Es wäre ein sehr schönes Geburtstagsgeschenk. Und ich würde mich freuen, 2021 hoffentlich ohne Quarantäne nochmal „Sunny“ zu drehen.

Wer sind Ihre schauspielerischen Vorbilder?

Valentina Pahde: Leonardo DiCaprio, weil er jede Rolle zu 100 Prozent sowas von glaubhaft und echt gespielt hat. Ich bin wirklich ein großer Fan.

Cheynne Pahde: Meine Vorbilder sind Charlize Theron und Uma Thurman – und Bruce Willis.

Wenn Ihr Leben ein Film wäre, wie würde der Titel heißen?

Valentina Pahde: Angelehnt an meine neue Serie „Sunny - wer bist du wirklich?“ würde mein Filmtitel „Valentina – so ist es wirklich!“ heißen, weil ich als 25-Jährige schon viel in der Schauspielbranche erlebt habe, aber auch privat. Denn als junges Mädel schwebt man in einer Blase und wird dann immer wieder auf Boden der Tatsachen zurückgeholt. Tja, die Realität sieht eben anders aus als Glamour und Schminken und rote Teppiche.

Cheyenne Pahde: Mein Titel würde heißen: „Ein Zwilling kommt selten allein“.

Welcher ein Hashtag beschreibt Sie am besten?

Cheyenne Pahde: #twinsontour.

Valentina Pahde: Und mein Hashtag, weil ich schon ein bisschen früher als Cheyenne mit Social Media angefangen habe, ist #valentinaontour - weil ich wahnsinnig viel unterwegs bin.

Cheynne Pahde: #onlygoodvibes ist ebenfalls ein wichtiger Hashtag - weil Valentina und ich sehr positive Menschen sind und in der Vergangenheit gemerkt haben, dass immer wieder Leute ins unser Leben treten, die einem auch mal etwas missgönnen. Deshalb gibt es bei uns nur gute Vibes.

Ihr Karriere-Masterplan: Immer schauspielern oder auch noch andere Wege gehen?

Cheyenne Pahde: Definitiv in Planung ist das Thema Musik. Hoffentlich wird das noch eine große Rolle spielen. Vielleicht lässt sich das ja auch irgendwie mit der Schauspielerei verbinden. Aber definitiv wird die Schauspielerei immer ein Teil unseres Lebens bleiben. Auf alles andere bin ich mal gespannt. Wie hat Justin Bieber so schön gesagt? Never say never!

Wie feiern Sie Ihren Geburtstag am 4. Oktober – und was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Valentina Pahde: Wir feiern jedes Jahr zusammen in München mit unserer Familie und unseren Freunden. Eigentlich immer auf dem Oktoberfest, aber dieses Jahr in kleiner Runde in unserem Lieblingsrestaurant in München. Ich wünsche mir einfach, dass alle kommen, die ich lieb habe und eine schöne Torte.

Cheyenne Pahde: Mehr Zeit mit der Familie. Das ist mein absoluter Wunsch für die Zukunft.

Was ist das Besondere an der Doku über Sie beide, die RTL nach der Ausstrahlung von „Sunny“ zeigt?

Cheyenne Pahde: Das ist eine gute Gelegenheit, den Leuten mal zu zeigen, wie wir sind - abseits von Drehs und Shootings. Wir sind zwei Menschen, die lieben, lachen und auch Ernst sein können.

Valentina Pahde: Es werden sehr private und emotionale Momente unseres Lebens gezeigt. Angefangen mit dem Start unserer Karriere, Wegbegleiter und unsere Familie. Ich bin selbst schon ganz gespannt und freue mich auf den 1. Oktober