Fabian Busch: "Wir sollten uns weniger mit uns selbst beschäftigen"

In "Spurlos in Marseille" (Samstag, 19. September, 20.15 Uhr, Das Erste) spielt Fabian Busch einen Mann, der seine verschwundene Frau verzweifelt sucht. Wir trafen den 44-jährigen Schauspieler zum Interview.

Ein Kurz-Urlaub wird zum Albtraum: Bruno (Fabian Busch) wartet im Taxi vor einem Bistro vergeblich auf Gattin Katja (Jeanne Tremsal). Die IT-Expertin einer Bank wollte in Marseille kurz einen alten Freund treffen, bevor es weiter an die Côte d’Azur gehen soll. In dem Lokal erfährt der zunehmend in Panik geratende Bruno, dass zwei Männer Katja mitgenommen haben! Da ihm weder von der Polizei noch vom Konsulat geholfen wird, macht sich Bruno auf eigene Faust auf die Suche, unterstützt von der deutsch sprechenenden Taxi-Fahrerin Aliya (Sabrina Amali).

Wir sprachen mit Hauptdarsteller Fabian Busch über die gefährlichen Seiten von Marseille, Whistleblower und seine Arbeit hinter der Kamera als Regisseur.

Fabian Busch im Interview

Es ist Ihre dritte Zusammenarbeit mit Regisseur Roland Suso Richter. Drehen Sie gerne mit ihm? Was ist das Besondere an seiner Regiearbeit?

Mit Roland zu drehen macht mir irrsinnigen Spaß! Er probt nicht, lässt die Szenen von Anfang bis Ende durchlaufen, zwei Kameras sind immer dabei und man muss in jedem Moment 100%ig fokussiert sein. Es gibt keine Absprachen. Aber man hat dadurch auch unglaubliche Freiheiten. Diese zu nutzen erfordert allerdings viel Kraft und Konzentration.

In "Spurlos in Marseille" spielen Sie einen Hausmann. Würden Sie diese Rolle in Ihrem Privatleben auch gerne häufiger übernehmen?

Das mache ich. Natürlich ist man arbeitsbedingt auch mal längere Zeit weg, aber ich habe zwischen den Projekten auch viel Zeit, um mich um die Familie zu kümmern.

Als Sie über die Dächer von Marseille flohen, hatten Sie da Höhenangst oder sind Ihnen die Actionszenen leichtgefallen?

Actionszenen sind immer präzise Arbeit. Wenn man den Anweisungen der Stuntcrew folgt, kann man eigentlich nichts falsch machen. Mitunter hat man zwar das Gefühl, die Sicherungen sind etwas übertrieben - aber wenn man dann in 20 Metern Höhe an der Dachkante entlang rennt - dann ist man schon froh über das Sicherungsseil…