"Im Abgrund": Jagd auf einen Kindermörder mit Tobias Moretti

Packender Thriller "Im Abgrund": Hat ein Kindermörder wieder getötet? Um ihn zu stellen, wird ein Kommissar fast kriminell. Mit Tobias Moretti und Peter Kurth.

"Im Abgrund" (Samstag, 26. September, 20.15 Uhr im Ersten) ist ein Psychoduell par excellence: Der Kindermörder Hagenow (Tobias Moretti) wird aus der Haft entlassen – aber rund um die Uhr überwacht von Kommissar Wallat (Peter Kurth). Da verschwindet genau in dieser Gegend ein Junge. Hat Hagenow wieder zugeschlagen? Es beginnt ein Kampf um Wahrheit – und das Leben des kleinen Max.

Darum geht's in "Im Abgrund"

15 Jahre saß Hagenow in Haft. Nicht lebenslang, da er wegen Totschlags verurteilt wurde. Nach seiner Entlassung gewährt ihm Dorfpastor Berkenbusch (Florian Stetter) Unterschlupf. Das LKA-Team bezieht im Nachbarhaus eine Wohnung, observiert ihn Tag und Nacht. Ein Achtjähriger verschwindet Um ihn endgültig hinter Gitter zu bringen, hat Wallat den Auftrag, den Wiederholungstäter kurz vor einer erneuten Tat zu stellen. Eine riskante Mission. Bei einem nächtlichen Spaziergang verliert der Kommissar Hagenow aus den Augen.

In derselben Nacht verschwindet der achtjährige Max aus seinem Kinderzimmer, die Balkontür wurde aufgehebelt. Eine fieberhafte Suche nach dem Kind beginnt – Wallat sind alle Mittel recht, um Hagenow zum Sprechen zu bringen, denn er ist fest davon überzeugt, dass der Junge noch lebt.

Hintergrund

"Bisher habe ich immer abgelehnt, solche Rollen zu spielen, weil ich gefürchtet habe, dass ich dem als Vater psychisch nicht standhalte", sagt Schauspieler Tobias Moretti, der selbst drei Kinder hat. "Man kann jemanden wie Hagenow rational analysieren, aber nicht emotional verstehen. Ich denke, ich möchte ihn auch nicht verstehen. Dennoch gibt es in unserem Beruf so etwas wie Handwerk. Und das ermöglicht mir eine gewisse hermetische Abschottung zu meinem Leben."

Gedreht wurde der Thriller noch vor der Coronapandemie im vergangenen Winter in Hamburg und Lüneburg. Danach gab es für fast alle Filmschaffenden eine Zwangspause. "Im Frühjahr wurden alle Dreharbeiten ausgesetzt. Ich hatte dann aber in unserem landwirtschaftlichen Betrieb alle Hände voll zu tun", sagt Tobias Moretti, der mit seiner Familie auf einem 400 Jahre alten Hof bei Innsbruck lebt. "Gott sei Dank hatte die Leitung der Salzburger Festspiele den Mut, das Festival mit großer Verantwortung durchzuführen. Für viele Theaterleute und Musiker war es die erste Möglichkeit nach vielen Monaten, wieder auf der Bühne zu stehen."