Michael Ostrowski: "Ich habe mich nicht verbogen."

Schauspieler Michael Ostrowski verrät im Interview, warum die Zuschauer des neuen "Krimi aus Passau" nie genau wissen, wer Freund oder wer Feind ist.

Der Österreicher Michael Ostrowski wird nicht nur in seiner Heimat als Star gefeiert, auch in Deutschland ist er spätestens seit der Udo Jürgens Musicalverfilmung "Ich war noch niemals in New York" in aller Munde. Nun überrascht der 47-Jährige mit einem neuen Krimi. Dieser fordert die Zuschauer auf eine gute Art und Weise heraus. Denn die zwei Fälle der neuen Reihe "Ein Krimi aus Passau" trauen sich, sich von der breiten Krimimasse abzuheben und anstelle des 0815-Breis, eine zunächst undurchsichtige, aber sehr spannende Geschichte zu erzählen. Einschalten lohnt sich: "Freund oder Feind" läuft am Donnerstag, 1. Oktober, 20.15 Uhr im Ersten, "Die Donau ist tief" wird eine Woche später am Donnerstag, 08. Oktober, ebenfalls zur besten Sendezeit um 20.15 Uhr ausgestrahlt.

Wir sprachen mit Michael Ostrowski über diesen neuen, besonderen Ermittler, seine vielen Projekte und warum er froh ist, mit Anke Engelke die letzten Wochen in der Corona-Krise gut überstanden zu haben.

Darum geht's in "Ein Krimi aus Passau: Freund oder Feind"

Frederike Bader (Marie Leuenberger) arbeitet als Qualitätskontrolleurin in einer Passauer Schmiede, ihre Tochter Mia (Nadja Sabersky) jobbt in einer Bäckerei. Die beiden verhalten sich merkwürdig. Als der Detektiv Ferdinand Zankl (Michael Ostrowski) einen gewalttätigen Ladendieb stellen will, setzt Frederike Bader ein paar gekonnte Schläge ein, um den Kriminellen außer Gefecht zu setzen. Zankl ist misstrauisch: Wo hat diese Frau solche Kampftechniken gelernt und warum verschwindet sie nach ihrer Hilfe so schnell? Bei seinen Nachforschungen erfährt er, dass die Familie Bader aus Berlin stammt und Frederike in einer gehobenen Position bei der Polizei gearbeitet hat. Doch was verschlägt Mutter und Tochter in das beschauliche Passau?

Frederike wiederum hat Angst, dass Zankl ihr gefährlich werden kann. Sie beschattet ihn. Und tatsächlich scheint Zankl bei der Wahl seiner Klienten nicht wählerisch zu sein.

Michael Ostrowski im Interview

Ich erwische Sie in einem Café am Viktualienmarkt. Bestellen Sie sich vielleicht einen „Ausgezogenen“? Dieses Gebäck sehen wir im Film ja sehr häufig. Was ist das eigentlich genau?

Es ist eine bayrische Spezialität, aber ich bin eher der Wiener Kaffeeschule zugewandt und ein großer Kipferl-Freund. Trotzdem mag ich die alle gern. Inwiefern sich diese Gebäcksorten unterscheiden, entzieht sich aber meinen Kenntnissen. Ich bin kein Zuckerbäcker.

Michael Ostrowski rettet das Wiener Kaffeehaus

Im Film sagt Ferdinand Zankl, Zauberer verraten ihre Tricks nicht und er als Detektiv auch nicht. Was glauben Sie, ist sein größter Trick?

Zankl ist überraschend, er überrascht sich selbst und andere immer wieder, wenn auch manchmal aus einer Not heraus. Dabei zeigt er eine enorme Energie und erstaunliche Kraft – das ist wohl sein größter Trick.

Und er geht dabei über Grenzen…

Deswegen finde ich die Figuren in dem Film auch so interessant. Sie bewegen sich nicht im wohlbehüteten Rahmen, sondern durchbrechen die Komfortzonen.

Plötzlich hat er sogar eine Liaison mit einer Tierheimbesitzerin. So richtig schlau wird man aus Zankl nicht….

Ja, wer hätte mit dieser Liebschaft gerechnet. (lacht) Man kann sich in diese zwei Filme hineinwerfen, ohne zu wissen, was da eigentlich passiert. So etwas ist für ein TV-Format absolut außergewöhnlich. Ich bin kein Fan der gängigen TV-Krimis, die interessieren mich eher weniger.

Die schönsten Szenenbilder zum 2. Fall "Ein Krimi aus Passau: Die Donau ist tief":