"Trackers: Rote Spur": Terror in Kapstadt

Hochspannung aus Südafrika: Die Bestsellerverfilmung "Trackers: Rote Spur" (ab Montag, 5. Oktober, 22.15 Uhr im ZDF) legt Konflikte des Landes offen.

Darum geht's in "Trackers: Rote Spur"

Alarm beim Geheimdienst Südafrikas: In der Sondereinheit Presidential Bureau of Intelligence (PBI), die eng mit der CIA zusammenarbeitet, gehen Hinweise auf einen Terroranschlag ein. Islamisten sollen es auf ein Fußballspiel zwischen Südafrika und den USA abgesehen haben, 55.000 Menschen sind in Gefahr! Zeitgleich werden in einem Lkw Spitzmaulnashörner von Simbabwe nach Südafrika geschmuggelt – und ein Gangster aus Johannesburg überfällt genau diesen Transport. Ihm allerdings geht es nicht um die Tiere, sondern um Diamanten.

Trailer: "Trackers"

Hintergrund

Jede Menge Zündstoff für einen Sechsteiler! Das ist ganz im Sinn von Bestseller­autor Deon Meyer, der die Romanvorlage dafür schrieb. „Umrahmt von atemberaubender Landschaft werden Vorzüge und Vielfalt, aber auch die Konflikte meines Landes gezeigt“, erklärt er im Interview mit GOLDENE KAMERA. Die Metropole Kapstadt nehme dabei eine wichtige Rolle ein. „Sie ist ein Schmelztiegel der Nationen. Hier treffen afrikanische Ethnien, etwa vom Volk der Xhosa, auf die Nachfahren malaysischer Sklaven sowie holländischer, deutscher und französischer Siedler.“

Ziel all dieser Menschen ist es laut Meyer, „die dunkle Vergangenheit hinter sich zu lassen, etwas Neues und Besseres aus Land und Zukunft zu machen“. Für den nahe Kapstadt lebenden Schriftsteller ist es wichtig, dass die Serie ein „echtes Aushängeschild“ für seine Landsleute vor und hinter der Kamera geworden ist. „Die Zuschauer können sich auf fesselnde Spannung und Daueraction freuen“, meint der Thrillerautor zufrieden.

Meyer liebt Fernsehserien: Er ist ein großer Fan von Problemlöser „Ray Donovan“ und den fiesen Machtspielchen in „Succession“. Bei seiner Mitarbeit am „Trackers“-Drehbuch lernte er auch die Herausforderungen der Filmarbeit kennen, etwa das Budget im Auge zu behalten. „In Büchern kann man Szenen mit Tausenden Menschen beschreiben, und es kostet keinen Cent.“ Zudem erforsche man die Geschichte im Roman mittels Gedanken und Hintergrundgeschichten der Charaktere, in der Serie dagegen darüber, was sie sagen und tun.

Ganz nebenbei hat Deon Meyer durch die Verfilmung seines Stoffs eine neue Lieblingsfigur für sich entdeckt. „Es ist ausgerechnet Gangster Inkunzi, gespielt von dem brillanten Sisanda Henna. Man kann nicht anders, als ihn zu mögen, auch wenn er der Böse ist.“

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Diese flotte Miniserie mit Lokalkolorit ist ein packender, kleiner TV-Diamant aus Südafrika.