"Das Tal der Mörder": Cleveres Verwirrspiel

Im ZDF-Fernsehfilm der Woche schleicht sich Anna Unterberger als Haushälterin bei Fritz Karl ein. Ist der Steinmetz der Mörder ihres Vaters?

In "Das Tal der Mörder" (am Montag, 26. Oktober, 20.15 Uhr im ZDF und bereits in der Mediathek) versucht eine Studentin die Umstände, die zum Tod ihres Vaters führten, zu klären.

Darum geht's in "Das Tal der Mörder"

Im Sterbebett bittet Alma (Kornelia Göndgen) ihre Tochter Eva (Anna Unterberg) um einen letzten Gefallen: Sie soll den Mörder ihres Vaters seiner gerechten Strafe zuführen. Auch wenn dieser offiziell durch einen Unfall gestorben ist, so ist Alma doch überzeugt, dass Anton Gasser (Fritz Karl) ihn aus Rache getötet hat.

Nachdem sie in einer Zeitung nun auch von dem Tod von Gassers Frau erfahren hat, ist sie sich sicher, dass es sich bei dem Steinmetz um einen Doppelmörder handelt, der hinter Gitter gehört.

Eva, die Jurastudentin ist, folgt dem Wunsch der Mutter und lässt sich im Hause Gasser verdeckt als Haushälterin einstellen. In dem Männerhaushalt mit den zwei Söhnen Jakob (Franz Dinda) und Florian (Gerrit Klein) weiß Eva nach kurzer Zeit nicht mehr wem sie trauen kann und wem nicht. Zudem spitzt sich in dem österreichischen Bergdorf die Lage zu und Eva kommt einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur.

Fritz Karl spielt Anton Gasser

Der österreichische Theater-, Film- und Fernsehschauspieler lernte nach seiner Ausbildung bei den Wiener Sängerknaben am Max Reinhardt Seminar.

Fritz Karl hat nicht nur ein Gesicht. Er gehört zu den Schauspielern, die sich ständig wieder neuen Herausforderungen stellen und in die verschiedensten Charaktere schlüpfen. Zwar steht ihm häufig die Rolle des Kommissars wie in "Die Muse des Mörders" oder in "Eine folgenschwere Affäre", für die er auch mit dem Bayerischen Fernsehpreis nominiert war, aber auch als Anwalt hat er mit der Serie "Falk" eine gute Figur abgegeben. Und das, obwohl er in seiner Rolle eigentlich keine Anwälte mag. Im Interview mit der GOLDENEN KAMERA, verrät Karl alles über den Mann, "der jedoch lieber als Gastronom und Gastgeber arbeitet".

Er verkörpert gern historische Persönlichkeiten, wie den Künstler und Mann von "Käthe Kruse" (2015) Max Kruse oder den berühmten bayerischen Wilderer Georg Jennerwein in "Jennerwein" (2003). Als französischen Offizier Colonel Delaroche in "Henry Dunant: Du rouge sur la croix" (2006) vermittelt er die Geschichte des Erfinders des Roten Kreuzes. In "Krupp – Eine deutsche Familie" (2009) ist er als Fritz Krupp zu sehen und in "Sisi" (2009) als Julius Graf Andrássy von Csík-Szent-Király und Kraszna-Horka. In "Kronprinz Rudolfs letzte Liebe" (2006) spielt er ebenfalls einen Adligen, den Erzherzog Johann Salvator von Österreich-Toskana.

Weihnachten 2019 war er neben Julia Koschitz in Theodore Fontanes Krimiklassiker "Unterm Birnbaum" zu sehen.

Karl lebt mit seiner Frau, der Schauspielkollegin Elena Uhlig am Traunsee in Österreich.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Eigentlich gilt das Salzburger Land ja als pures Idyll, aber hier wurde es als Schauerkulisse eingesetzt. Darin verkörpert Anna Unterberger glaubhaft die junge Frau, die zwischen den drei Männern in einen Sog aus Anziehung und Abstoßung gerät. Das Verwirrspiel ist, im Gegensatz zu der etwas plakativen Geschichte, clever konstruiert.