Miroslav Nemec im Interview zum Jubiläums-„Tatort“

Miroslav Nemec im "Tatort: In der Familie"
Miroslav Nemec im "Tatort: In der Familie"
Foto: WDR
Pünktlich zum 50. Geburtstag seiner Erfolgsreihe liefert Das Erste mit dem „Tatort: In der Familie“ exakt das, was wir von einem perfekten Krimi erwarten: Hochspannung, überraschende Wendungen und ein tragisches Finale.

In der Doppelfolge zum Jubiläum 50. Jahre „Tatort“ ermitteln die Dortmunder und Münchner Kommissare gemeinsam. Mit dabei natürlich auch Miroslav Nemec als Ivo Batic, der gemeinsam mit Leitmayr eine unpopuläre Entscheidung treffen muss.

„Tatort: In der Familie“: So, 29. November & So, 6. Dezember 20.15 Uhr im Ersten

GOLDENE KAMERA: Miroslav Nemec, was ist das Besondere an der Jubiläums-“Tatort”-Doppelfolge “In der Familie”? Was mögen Sie an dieser Crossover-Episode?

Miroslav Nemec: In diesem besonderen “Tatort” wird das Hauptthema des Krimis – eine Mafiageschichte, die eine Familie zerstört – in zwei Teilen und zugleich als Einzelstück an zwei aufeinanderfolgenden Sonntagen erzählt. Und natürlich finde ich es toll, dass wir Münchner gemeinsam mit den Dortmundern ermitteln.

Was haben Sie durch den Dreh über das Thema Mafia gelernt?

Man geht immer eher davon aus, dass die Mafia mit irgendwelchen amerikanischen Paten oder der ‘Ndrangheta in Italien zusammenhängt – aber dass diese mafiösen Strukturen auch hier in Deutschland ein großes Thema sind, weil die Mafia hierzulande im Stillen operiert, wurde mir durch die Beschäftigung mit dem Drehbuch noch bewusster.

Wie lassen sich die Unterschiede der Arbeitsweisen von Dominik Graf und Pia Strietmann beschreiben?

Zwar haben beide ganz unterschiedliche Handschriften, aber sie sind gleichermaßen engagiert und haben eine genaue Vorstellung davon, wie und mit welchem Fokus sie etwas erzählen wollen.

Was ist der Reiz der Co-Ermittlungen mit den Dortmundern?

Die Münchner tauchen in die Lebenswelt der Dortmunder ein – und umgekehrt. Und dass mit München und Dortmund Welten aufeinanderprallen, weiß ja bereits jeder vom Fußball.

Was ist das Erfolgsgeheimnis der Krimireihe “Tatort”?

Es gibt mehrere Erfolgsfaktoren, beispielsweise den überaus prominenten Sendeplatz um 20.15 Uhr am Sonntagabend sowie unterschiedliche Ermittler in verschiedenen Städten. Ich kann absolut nachvollziehen, dass die Krimireihe ein so genanntes “Lagerfeuerfernsehen” für Jung und Alt ist – und dass sich die Zuschauer am Montagmorgen über die spannenden Fälle austauschen.

Was haben Sie Erstes gedacht, als Sie gehört haben, dass Sie in der Jubiläumsfolge ermitteln dürfen und wie happy sind Sie darüber?

Es ist eine Ehre und eine Anerkennung – auch im Hinblick darauf, dass wir Münchner 2021 bereits 30 Jahre gemeinsam ermitteln.

Der “Tatort” wird 50. Wenn Sie diese lange Zeit Revue passieren lassen: Was ist Ihre Lieblings-“Tatort”-Episode, welche schießt Ihnen sofort in den Kopf?

Da gibt es einige, aber “Frau Bu lacht” von Dominik Graf hat uns sehr früh geprägt und auf die richtige Schiene gesetzt.