Anna Schudt im Interview zum Jubiläums-„Tatort“

Anna Schudt mit Jörg Hartmann im "Tatort: In der Familie"
Anna Schudt mit Jörg Hartmann im "Tatort: In der Familie"
Foto: WDR
Pünktlich zum 50. Geburtstag seiner Erfolgsreihe liefert Das Erste mit dem „Tatort: In der Familie“ exakt das, was wir von einem perfekten Krimi erwarten: Hochspannung, überraschende Wendungen und ein tragisches Finale.

In der Doppelfolge zum Jubiläum 50. Jahre „Tatort“ ermitteln die Dortmunder und Münchner Kommissare gemeinsam. Mit dabei natürlich auch GOLDENE KAMERA Preisträgerin Anna Schudt als Martina Bönisch: Die toughe Hauptkommissarin muss entscheiden, wie sie zu Faber steht.

„Tatort: In der Familie“: Am So, 29. November & So, 6. Dezember 20.15 Uhr im Ersten

GOLDENE KAMERA: Was ist das Besondere am Jubiläums-Doppel-Tatort "In der Familie"?

Es sind zwei gute Filme, die sich stark voneinander unterscheiden. Dominik Grafs Auftakt ist unfassbar spannend, sehr genau beobachtet und tiefgründig. Außerdem wirft der Krimi – abgesehen von der Mafiabrutalität – auch noch die Frage nach der Familienzugehörigkeit auf, denn die Kernfrage bzw. der Konflikt lautet: Sollten Menschen ihrer Grundfamilie am stärksten verpflichtet sein oder ihrer übergeordneten „Familie“, der Gesellschaft? Im 2. Teil geht’s um eine Tochter, auf deren Schultern das „Erbe“ des 1. Teils lastet. Zusammengenommen erinnern mich beide Filme an ein archaisches Theaterstück. Es ist wie ein antikes Drama.

Was ist das Hauptthema?

Die Mafia. Der Krimi erzählt, wie die kalabresische Mafia Stück für Stück in eine Familie eindringt und sie peu à peu zerstört – genau wie ein Virus. Alles fällt auseinander. Alles geht kaputt. Es ist brutal, wie die Mafia ihre Fäden spinnt.

Was ist der Reiz des Aufeinandertreffens der Dortmunder mit den Münchnern?

Es wird natürlich ein bisschen zelebriert, dass das ein Zusammenprall der Welten ist.

Der Tatort wird 50. Was ist das Erfolgsgeheimnis der Reihe?

50 Jahre Tatort bedeutet, dass dieses Sonntagabend-Ritual 20.15 Uhr den Leuten gefällt. Das sieht man an den gleichbleibend hohen Quoten. Außerdem wissen die Zuschauer, dass die Reihe regelmäßig gute Kriminalgeschichten parat hält.