Aylin Tezel: "Ich bin ans Ende einer Reise gekommen"

Quittiert 2020 den Dienst im Dortmunder "Tatort": Kommissarin Nora Dalay, seit 2012 gespielt von Aylin Tezel.
Quittiert 2020 den Dienst im Dortmunder "Tatort": Kommissarin Nora Dalay, seit 2012 gespielt von Aylin Tezel.
Foto: WDR
Pünktlich zum 50. Geburtstag seiner Erfolgsreihe liefert Das Erste mit dem „Tatort: In der Familie“ exakt das, was wir von einem perfekten Krimi erwarten: Hochspannung, überraschende Wendungen und ein tragisches Finale.

In der Doppelfolge zum Jubiläum 50. Jahre „Tatort“ ermitteln die Dortmunder und Münchner Kommissare gemeinsam. Mit dabei: Aylin Tezel, die seit 2012 als Kommissarin Nora Dalay das Team um Peter Faber bereichert und jetzt ihre letzten Auftritte hat.

„Tatort: In der Familie“: Am So, 29. November & So, 6. Dezember 20.15 Uhr im Ersten

Was ist das Besondere am Jubiläums-„Tatort“ „In der Familie“?

Es ist immer etwas Besonderes, wenn zwei „Tatort“-Teams gemeinsam ermitteln. Jeder Tatort kreiert ja seine eigene Polizeiwelt, jedes Team hat seine ihm eigene Note, der Humor und der Umgang miteinander sind sehr unterschiedlich. Die Fans des Dortmunder und des Münchner Teams können gespannt sein. Wenn die Kommissare der beiden Städte aufeinandertreffen, wird das nicht reibungslos ablaufen. Darüber hinaus erzählen wir mit dieser Doppelfolge eine emotionale Geschichte. Dieser Fall nimmt nicht nur die Kommissare sehr mit, sondern wird auch die Zuschauer aufwühlen.

Was ist der größte Konflikt, den Ihre Figur in diesem Krimi erlebt?

Nora bringt wider besseren Wissens eine Zeugin in Lebensgefahr und widersetzt sich Fabers Anweisungen nicht, obwohl sie seine Vorgehensweise für gefährlich hält. Wir haben schon in vielen Folgen erlebt, dass Nora eine Hassliebe zu Faber hat. Sie liebt seine Risikobereitschaft, aber kann sich gleichzeitig nur schwer unterordnen – besonders, wenn sie das Gefühl hat, Faber gehe zu weit.

Warum steigen Sie aus dem Tatort aus? Warum der Abschied?

Ich bin mit dem Tatort ans Ende einer Reise gekommen, die ich sehr genossen habe, die für mich aber immer auch zeitlich begrenzt war. Ich wollte Platz schaffen für neue Herausforderungen und Projekte.

Was sind Ihre nächsten spruchreifen Projekte vor der Kamera?

Momentan stehe ich in Köln, Berlin und Israel vor der Kamera für den neuen Kinofilm von Pola Beck "Der Russe ist einer der Birken liebt". Außerdem werde ich als nächstes in der 6-teiligen Miniserie für ZDFneo "Unbroken" zu sehen sein, in der ich die Kommissarin Alex Enders spiele, die kurz vor der Geburt ihrer Tochter spurlos verschwindet. Ich scheine also das Kommissar-Thema noch nicht so ganz abgearbeitet zu haben.