Ein ganz besonderes Fest mit Jonas Kaufmann

"Weihnachten mit Jonas Kaufmann": Der Startenor singt an Heiligabend Weihnachtslieder aus aller Welt. Hier verrät er, wie er selbst am liebsten feiert.

Weihnachten ist auch ein Fest der Liebe zur Musik. Seit Jahrhunderten tragen stimmungsvolle Lieder zur besinnlichen Atmosphäre der Feiertage bei: „Stille Nacht“, „Alle Jahre wieder“, „Es ist ein Ros entsprungen“, aber auch moderne internationale Klassiker wie „White Christmas“ oder „Jingle Bells“.

Deutschlands bekanntester Tenor Jonas Kaufmann liebt diese Lieder. In diesem Jahr hat er ihnen nicht nur seine CD „It’s Christmas!“ gewidmet, an Heiligabend wird er zudem im ZDF zu sehen sein in der Musiksendung „Weihnachten mit Jonas Kaufmann“ (Donnerstag, 24. Dezember, 22.30 Uhr). In der Kirche St. Nikolaus von Oberndorf bei Salzburg bringt er seine persönliche Auswahl der schönsten Weihnachtslieder aus aller Welt zu Ohr.

Es sind Klassiker, die er schon als Kind mit der Familie unter dem Christbaum gesungen hat. In Oberndorf bei Salzburg steht auch die berühmte Stille-Nacht-Kapelle. Sie erinnert daran, dass der Organist Franz Xaver Gruber und der Hilfspfarrer Joseph Mohr hier am Heiligabend 1818 das Weihnachtslied „Stille Nacht“ uraufgeführt haben. Von hier aus eroberte es die ganze Welt.

Interview mit Jonas Kaufmann

Doch auf dem Programm von Kaufmanns Weihnachtsshow stehen nicht nur traditionelle deutsche Lieder: „Ich will wie auf meinem Album die ganze Bandbreite weihnachtlicher Gefühle zum Ausdruck bringen. Das Festliche, Besinnliche sollte da genauso seinen Platz haben wie kindliche Freude und ‚Swinging Christmas‘.“

Was gehört für Jonas Kaufmann zum Weihnachtsfest? „Unverzichtbar sind für mich die geschmückte Tanne, selbst gebackene Plätzchen, Tantes Christstollen, überhaupt etwas Feines zu essen“, sagt er. „Bei uns ist das meist die Weihnachtsgans oder ein Wildgericht. Dann das Vorlesen der Weihnachtsgeschichte und natürlich gemeinsames Singen und Musizieren.“

Neben „Stille Nacht“ gehört „Maria durch ein Dornwald ging“ zu seinen Lieblingsliedern. Und auch „White Christmas“ von Bing Crosby, das ihn an seine Kindheit erinnert: „Ich denke gern daran, wie wir nach der Bescherung, dem Essen und Singen alle völlig erschöpft, aber überglücklich um den Baum saßen und unser Vater die Plattensammlung herausholte, um seiner gar nicht so geheimen Leidenschaft für die swingend-amerikanische Weihnacht von Bing Crosby zu frönen.“

Aufgrund der aktuellen Situation durch die Coronapandemie ist Weihnachten für Kaufmann diesmal ein ganz besonderes Fest: „Die meisten von uns haben seit März schwierige Zeiten erlebt, mit Ängsten und Existenzsorgen, mit Verzweiflung, Ohnmacht und großen Verlusten, bis hin zum Tod geliebter Menschen. Aber viele haben in dieser Zeit auch erlebt, was Entschleunigung und Besinnung auf das Wesentliche bedeuten“, sagt der 51-Jährige. „Da werden wir Weihnachten und die Zeit zwischen den Jahren diesmal zwangsläufig anders erleben als in den Jahren zuvor und hoffen, dass 2021 uns allen bessere Nachrichten bringt.“