"Sörensen hat Angst": Bjarne Mädel erstmals als Kommissar

Sörensen (Bjarne Mädel) mit Hund Cord vor dem nordfriesischen Wattenmeer.
Sörensen (Bjarne Mädel) mit Hund Cord vor dem nordfriesischen Wattenmeer.
Foto: © NDR/Michael Ihle
Früher war er „Der Tatortreiniger“, jetzt wird Bjarne Mädel im Krimi "Sörensen hat Angst" (Mittwoch, 20. Januar, 20.45 Uhr, Das Erste) TV-Ermittler. Und das in seinem Regiedebüt.

Erst bricht ihm der Schweiß aus. Dann verkrampft sich sein ganzer Körper. Dann sitzt ihm ein Kloß im Hals. Sörensen (Bjarne Mädel, „Der Tatortreiniger“) leidet an Panikattacken. Dem Kommissar, der gerade von Hamburg ins friesische Kuhkaff Katenbüll versetzt wurde, machen sie schwer zu schaffen.

Trailer zu "Sörensen hat Angst"

Kaum im Dorf angekommen, wird er auch schon zu einem Tatort gerufen: Der Bürgermeister wurde ermordet! Zu den Verdächtigen zählen Jens Schäffler (Peter Kurth, „Babylon Berlin“), Chef der örtlichen Fleischfirma, und der Alkoholiker Frieder Marek (Matthias Brandt, „Das Geheimnis des Totenwaldes“). Beide Männer hüten Geheimnisse, die sie um jeden Preis bewahren wollen.

Und als wäre der Fall nicht schon genug für den angstgestörten Ermittler, verschwindet aus dem vermeintlich friedlichen Ort auch noch ein kleiner Junge.

Bis zu diesem Zeitpunkt scheint die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Sven Stricker ein Mix aus harmlosem Heimatkrimi und Komödie. Dann aber wird auf einem Bauernhof ein Hinterzimmer mit einem fleckigen Bett und Internetkameras entdeckt, kurz darauf findet Sörensen Kinderpornos – und dem anfangs in die Irre geführten Zuschauer wird klar: Diese nur scheinbar leicht konsumierbare Provinzposse ist auch ein ernst gemeintes gesellschaftskritisches Drama.

Regiedebüt

Bjarne Mädels Trick Erwartungen aufzubauen – und sie dann unmerklich wieder zu unterlaufen: Das ist einer der Kunstgriffe, die Bjarne Mädel in seinem Regiedebüt anwendet. „Ich freue mich tatsächlich, wenn man das nicht so einfach einordnen kann. Als Schauspieler will ich mich ja auch ungern in eine Schublade stecken lassen“, sagt er im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. „Die Schwierigkeit bei diesem Film war, die richtige Balance zu finden, das Krankheitsbild der Angststörung mit lakonisch-norddeutschem Humor zu behandeln und das harte Thema des Falles ernst zu nehmen.“

Mädel selbst betrachtete den Film als ein Drama mit komödiantischen Elementen. Bleibt noch die Frage: Wie heißt Sörensen eigentlich mit Vornamen? Mädel: „Hat mir der Autor noch nicht verraten. Aber ich bin ziemlich sicher, dass sein Vorname schlimmer ist als Columbos letztlich doch noch gelüfteter Vorname ,Frank‘.“ Lesen Sie hier das ganze Interview mit Bjarne Mädel.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Bjarne Mädel liefert mit seinem Regiedebüt ein Glanzstück ab.