"Kommissarin Heller: Panik": Zum Abschied einen Loverboy

Dies ist der letzte Einsatz der eigenwilligen und forschen Wiesbadener Kommissarin Winnie Heller alias Lisa Wagner.

Nach sieben Jahren und zehn Fällen ist Schluss: Die erfolgreiche Samstagsabendreihe "Kommissarin Heller" verabschiedet sich mit einem fulminanten Ende (Samstag, 16. Januar, 20.15 Uhr im ZDF und bereits in der Mediathek). Auf Wunsch der Hauptdarstellerin Lisa Wagner (GOLDENE KAMERA 2017) wird die Serie, die auf den Heller-und-Verhoeven-Romanen der Autorin Silvia Roth beruht, eingestellt. Und in dieser letzten Folge jagt die Kommissarin einen sogenannten Loverboy.

Darum geht's in "Kommissarin Heller: Panik"

Was für eine Abendveranstaltung im Hause von Gregor (Lukas Miko) und Nicola Riselius (Cordelia Wege): Undercover beobachtet Kommissarin Winnie Heller (Lisa Wagner) das illustre Treiben der Wiesbadener High Society, als plötzlich ein Pärchen die Veranstaltung betritt. Das Mädchen, Heller schätzt sie auf keine 16 Jahre, wird von ihrem Freund gedrängt, mit einem deutlich älteren Mann auf ein Zimmer zu gehen. Ist der Freund ein sogenannter Loverboy, also ein junger Mann, der sich an Mädchen mit wenig Selbstvertrauen ranschmeißt, um sie dann zum Sex mit anderen Männern zu überreden?

Kurzerhand stürmt Heller das Zimmer. Der junge Zuhälter, der Wache gehalten hat, flieht und Polizist Timo Lübke (Maximilian Pekrul) erschießt ihn.

Auf dem Handy des Toten finden die Ermittler ein Video mit einem mutmaßlich weiteren Loverboy und einem Mädchen. Erschrocken erkennt Heller, dass es sich bei dem Teenager um Nina (Franziska Neiding), der Tochter ihres langjährigen Kollegen Hendrik Verhoeven (Hans-Jochen Wagner) handelt. Ist Nina in die Fänge von Mädchenhändler geraten?

Hintergrund

ZDF: Zehn Kommissarin-Heller Filme in sieben Jahren – ein großer Erfolg. Wie war das für Sie? Und was war ihr ganz persönliches Highlight?

Hui, das war ein wilder Ritt! Der ewige Kampf um Qualität, Geld, Zeit und der Frage wie weit kann man mit einem Format beziehungsweise einer Figur gehen. Ich bin sehr dankbar, dass ich von der Buchentwicklung über alle internen Prozesse bis zur Ausstrahlung dabei sein durfte. Das war alles sehr er-heller(n)d! Und was für ein Glücksfall, dass die Energie, die wir alle investiert haben, sich so im Ergebnis widerspiegelt. Das ist ja beileibe nicht immer so! Mein persönliches Highlight? Da will ich mich gar nicht entscheiden müssen. Besonders aufregend war für mich meistens zu sehen, ob die Szenen und Dialoge, die ich geschrieben habe, dann tatsächlich am Set funktionieren und natürlich das Wasserballett in Nummer neun. Das soll mir erst mal einer nachmachen.

Wie kam es zu der Entscheidung aufzuhören?

Ich dachte von Anfang an, Winnie ist so besonders. Sobald sie anfängt, sich im Kreis zu drehen und man beginnt sich satt zu sehen, ist es Zeit zu gehen – eben, wenn es am schönsten ist.

Die Zuschauer erwartet ein fulminantes Ende, soviel sei verraten. Welchen Anteil hatten Sie an diesem Schlussakkord?

Das war Christianes (Balthasar, die Regisseurin)Steckenpferd, und ich mochte die Idee sehr. Ein schräges Ende für eine eigenwillige Reihe und absolut nicht vorhersehbar. Herrlich!

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Sie ist eigenwillig, spröde, selbstbewusst, schlagfertig, und eine Eigenbrötlerin. "Ich bin nicht schwierig, ich polarisiere", sagt sie in diesem Fall über sich selbst. Kommissarin Heller ist eben eine untypische Ermittlerin. Und untypisch ist auch ihr Abschied, welcher im wahrsten Sinne des Wortes einschlägt wie... nicht so sehr eine Bombe,- sondern eher ein Blitz. Dieser Fall packt die Zuschauer ein letztes Mal. Es wird spannend, beklemmend und am Ende auch ein wenig kurios. Klar ist: Diese Kommissarin wird uns fehlen. Einfach nur schade...