"Ostfriesenangst": Das Geheimnis im Watt

Kommissarin an der Küste: Julia Jentsch muss in „Ostfriesenangst“ einen mysteriösen Fall lösen.

Welch gefährlicher Leichtsinn! Damit seine Schüler nur ja starke Persönlichkeiten werden, unternimmt ihr Klassenlehrer mit ihnen in Ostfriesland eine Wattwanderung von Norddeich nach Norderney – ohne Wattführer! Nebel zieht auf, die Flut kommt, Panik macht sich breit. Alle Schüler werden gerettet, aber der Lehrer bleibt verschollen. Ist er da draußen ertrunken? Oder wurde er von den Jugendlichen dort umgebracht?

Mit dem mysteriösen Verschwinden des Pädagogen beginnt der atmosphärisch dichte TV-Krimi „Ostfriesenangst“ (Samstag, 20. März, 20.15 Uhr, ZDF).

Darum geht's in "Ostfriesenangst"

Die eigenwillige Kommissarin Ann Kathrin Klaasen (Julia Jentsch) übernimmt den Fall, der schnell überraschend komplex wird. Denn am Strand wird zwar eine Leiche gefunden – aber bei dem Toten handelt es sich nicht um den Lehrer, sondern um einen BKA-Beamten. Und dessen resolute Kollegin Elisabeth Fädli (Natalia Belitski) reißt die Ermittlungen an sich.

Hintergrund

Julia Jentsch ist hier zum zweiten Mal als Ann Kathrin Klaasen zu sehen. Sie löste vor einem Jahr ihre Kollegin Christiane Paul ab, die in den ersten drei Filmen der Reihe die Hauptrolle spielte.

Julia Jentsch im Interview

„Ann Kathrin ist diesmal noch mehr als sonst auf sich allein gestellt“, sagt Julia Jentsch im Gespräch mit GOLDENE KAMERA. „Sie wagt ohnehin oft Alleingänge, handelt spontan und unberechenbar. Dieser Charakterzug wird in diesem Film dadurch verstärkt, dass ihr Partner und Kollege Frank Weller ins Krankenhaus muss und sie nicht mit voller Kraft unterstützen oder auch mal bremsen kann.“

Wie alle Filme der Reihe basiert auch die neue Produktion auf einem Bestseller des gebürtigen Gelsenkircheners Klaus-Peter Wolf, der seit 20 Jahren im ostfriesischen Städtchen Norden lebt. Seine Ostfrieslandkrimis wurden bisher in 26 Sprachen übersetzt und haben sich mehr als 13 Millionen Mal verkauft.

„Als ich in das Projekt eingestiegen bin, habe ich einige seiner Bücher gelesen, um diese Welt und die Charaktere zu verstehen“, sagt Julia Jentsch. „Wenn es aber ans Verfilmen geht, sind die Romane nicht mehr meine Wegweiser. Da setze ich mich mit den Drehbüchern auseinander, die von der literarischen Vorlage ja immer ein bisschen abweichen.“

Gedreht wird natürlich in Ostfriesland. Aus Gründen der Werktreue und um die oft raue Stimmung dieser Region visuell zu nutzen. „Durch die Krimis von Klaus-Peter Wolf ist in Norden ein ganz eigener Kosmos entstanden“, berichtet Jentsch. „Viele Figuren und Orte der Romane existieren ja wirklich. Es gibt Themenwege, die an Schauplätzen der Bücher vorbeiführen. Auf Schildern steht, welche Figur hier ermordet wurde. In jedem zweiten Geschäft gibt es die Bücher zu kaufen. Etwas Vergleichbares habe ich noch nicht erlebt“, so die Schauspielerin. „Wenn wir in Norden drehen, werden wir immer sehr interessiert und herzlich angesprochen. Das macht die Arbeit dort zu etwas Besonderem.“

Fortsetzung folgt: Die nächste Episode „Ostfriesensühne“ ist schon abgedreht – und der fleißige Vorlagengeber Klaus-Peter Wolf hat bereits 15 Ostfrieslandkrimis geschrieben.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Es dauert schon ein Weilchen, bis die Handlungsstränge richtig zueinander finden. Aber dann verknüpfen sie sich zu einer spannenden Story, die mitreißt. Facettenreich und mit viel Nordsee-Atmosphäre.