"Jackpot": Rosalie Thomass schleppt eine halbe Million ab

In "Jackpot", dem Mittwochsfilm im Ersten, gerät Rosalie Thomass als Frau vom Abschleppdienst auf die schiefe Bahn.

Was würden Sie tun, wenn Sie in einem Auto 622000 Euro finden? Das Geld zurückgeben? Was aber, wenn Sie sich zudem in einer privaten Ausnahmesituation befinden und das Geld ihr Leid deutlich lindern könnte? Die Frau vom Abschleppdienst, grandios gespielt von Rosalie Thomass, zögert nicht lange und greift zu - doch damit fangen ihre Probleme erst an. "Jackpot", dem Mittwochsfilm im Ersten läuft am 24. März um 20.15 Uhr und ist bereits in der Mediathek verfügbar.

Darum geht's in "Jackpot"

Schusswechsel: Ein Mann stirbt, einer überlebt. Doch was der Schütze (Thomas Loibl) wollte, hat er nicht bekommen - sein Geld.

Dieses findet indes Maren (Rosalie Thomass). Sie wurde von der Polizei gerufen, um einen alten Lada von einem Behindertenparkplatz abzuschleppen. In dem Auto entdeckt sie eine gelbe Sporttasche mit sehr viel Geld. Verblüfft lässt sie sich von dem Fund nichts anmerken, sondern wartet auf dem Abschlepphof bis ihr Chef (Hilmar Eichhorn) das Gelände verlassen hat. Dann schaltet sie die Überwachungskameras aus und schnappt sich die Tasche aus dem Wagen. Zuhause kann sie ihr Glück kaum fassen: Es sind 622000 Euro!

Das Geld können sie und ihr Freund Dennis (Friedrich Mücke) dringend gebrauchen. Denn Dennis ist als Maurer bei der Arbeit vom Dach gestürzt und hat sich sein Rückenmark verletzt. Er muss mühsam erst wieder das Laufen lernen. Eine Operation könnte ihm helfen, doch die Krankenversicherung will die Kosten nicht übernehmen. Mit dem Geld wäre das Paar alle Sorgen auf einen Schlag los. Doch Dennis hat Gewissensbisse und möchte die Tasche zurück zum Abschlepphof bringen. Dort taucht mittlerweile der Besitzer des Geldes mit einer geladenen Waffe auf.

Hintergrund

Inszeniert wurde „Jackpot“ von Regisseurin Emily Atef („Drei Tage in Quiberon“), das Drehbuch dazu stammt von Frédéric Hambalek.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil...

Das gibt es selten: Einen Krimi, der menschlich ganz dicht dran ist, mit einfachen Menschen, die sich nackt (Friedrich Mücke!) und verletzlich zeigen und dann plötzlich in spannende Verfolgungsjagden, brutale Schießereien und knallharte Hinrichtungen wechselt.

Dabei wirkt dieser wilde Thriller stets glaubwürdig. Dies liegt vor allem an den großartigen Schauspielern, aber auch an den langen ausgespielten Szenen und vor allem an den natürlichen Charakteren. Endlich zeigt eine Geschichte nicht die durchschnittliche Mittelschicht mit ihrer durchschnittlichen Intelligenz und den etwas zu hübsch aussehenden Menschen. Gerade weil diese Rollen nicht so perfekt und geschönt sind, fühlen sie sich echt an. Rosalie Thomass präsentiert sich nicht gertenschlank wie sonst, sondern so, wie die Durchschnittsmenschen eben meist aussehen - mit Rundungen, die sich unter weißen T-S