Lebendig begraben in "Der Wien-Krimi: Blind ermittelt"

Im fünften Fall von "Blind ermittelt" wird Philipp Hochmair alias Alexander Hall von seiner Vergangenheit eingeholt.

Ein Herzstichmesser, ein Glöckchen am Sarg - die Hilfsmittel, die früher benutzt wurden, um Menschen davor zu bewahren, lebendig begraben zu werden, waren einfallsreich. Im neuen "Wien-Krimi: Blind ermittelt" (Donnerstag, 15. April, 20.15 Uhr im Ersten) dreht sich alles ums Sterben. Es kommen nicht nur die genannten Hilfsmittel zum Einsatz, der Film spielt auch noch auf einer der größten Friedhofsanlagen Europas, dem Wiener Zentralfriedhof.

Darum geht's in "Der Wien-Krimi: Blind ermittelt: Lebendig begraben"

Dieser Mann sucht keinen Rechtsbeistand, sondern Rache. Bei einem Termin mit seinem Anwalt sticht Kurt Brandner (Alexander Beyer) mit einem Messer gnadenlos zu.

Der blinde Ex-Kommissar Alexander Haller (Philipp Hochmair) wundert sich zunächst, warum ausgerechnet er als Berater zu diesem Mord gerufen wurde. Doch als man ihm einen am Tatort gefundenen Zettel vorliest, erschrickt er. Dort steht nur ein Datum: der 17. Oktober 2017. Das ist der Tag, an dem Haller bei einer Explosion seine Verlobte und sein Augenlicht verlor. Steht der Mord in einem Zusammenhang mit dem damaligen Anschlag? Haller ist fest davon überzeugt. Doch seine ehemalige Kollegin Kommissarin Laura Janda (Jaschka Lämmert) durchforstet erst mal die Akten und stößt auf einen weiteren Toten, der an diesem Tag starb. Damals nahm sich ein Verdächtiger in der Untersuchungshaft das Leben. Für Haller und Janda war dies ein eindeutiges Schuldeingeständnis. Aber was, wenn sie sich vielleicht geirrt haben?

Während Haller die Erinnerungen an damals schwer zu schaffen machen und sein Freund Niko Falk (Andreas Guenther) ihn kaum aufheitern kann, schlägt Kurt Brandner erneut zu.

Hintergrund

Andreas Guenther spielt Niko Falk

Eigentlich hatte sich Guenther von seiner Karriere als Schauspieler schon verabschiedet. Er wollte bei einem Freund als Barkeeper anfangen. Doch dann kam 2010 das Angebot, einen festen Part als Kriminaloberkommissar Anton Pöschel im Rostocker "Polizeiruf 110" zu übernehmen. Prompt folgten weitere Angebote. Inzwischen spielte er von 2016 bis zum Tod der Hauptfigur Branka in "Tote Mädchen" Kai, den Flugzeugpiloten und Freund der Kommissarin.

Seit 2018 steht er nun als Taxifahrer, der Haller vor dem Selbstmord gerettet hat, in "Blind ermittelt" vor der Kamera. Es gab Zeiten da musste Guenther nahezu täglich zwischen den Drehs in Wien und Split pendeln.

Im "Polizeiruf 110: Der Tag wird kommen" sah es so aus, als würde Guenther auch den "Polizeiruf 110" verlassen, doch am Ende des Tages ließ er sich nicht in eine neue Abteilung versetzen, sondern blieb den Zuschauern am Sonntagabend erhalten. Nun darf er, wenn die Pandemie es zulässt, weiter zwischen Wien, Rostock und seiner Heimatstadt Berlin pendeln.

GOLDENE KAMERA TV-Tipp, weil…

Auch wenn das Thema ernst ist und viel über das Sterben und den Tod sinniert wird, so bleibt der Grundtenor des Films erfreulich leicht un