Martin Wuttke als sterbender Held in "Heute stirbt hier Kainer"

Der FilmMittwoch im Ersten ist eine Mischung aus modernem Western, zynischer Satire und Drama.

Wenn Tragik und Komik sich die Hand geben, kommt meist richtig guter Filmstoff raus - so auch bei "Heute stirbt hier Kainer" (Mittwoch, 21. April, 20.15 Uhr im Ersten). Doch dieser Fernsehfilm legt noch eine Schippe drauf und verbindet die Thematik des Sterbens mit Westernelementen und Satire. Hier wird nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Worten scharf geschossen.

Darum geht's in "Heute stirbt hier Kainer"

"Ich wollte eigentlich nur Ruhe... Jetzt bin ich ein Frührentner, der zum Arzt geht und sich mit Fischen unterhält", so stellt sich Ulrich Kainer (Martin Wuttke) vor. Nachdem er vom Mediziner eine Diagnose, die einem Todesurteil gleichkommt, erhält, sagt er: "Schlechte Nachrichten muss man können. Ich kann das. Ich bin Profi." Der selbsternannte Profi kauft sich in einer Billardhalle eine Waffe und will damit über den Zeitpunkt und Ort seines Ablebens selbst bestimmen.

Kurzerhand reist er in das Dorf seiner Kindheit nach Oberöhde. Dort ist die Stimmung aber noch depremierender. Der italienische Restaurantbesitzer Cesare (Michele Cuciuffo) wurde vom Konkurrenten Rainer Bratsche (Alexander Hörbe) übers Ohr gehauen und sinnt auf Rache. Als Kainer in dem Ort auftaucht, glauben die Bewohner, der geheimnisvolle Fremde wäre ein von Cesare beauftragter Mafiosi aus Sizilien. Bevor Kainer dies richtigstellen kann, gibt es schon den ersten Toten.

Indes findet Kainer Unterschlupf auf dem Hof von Marie Abel (Britta Hammelstein), einer alleinerziehenden Bäuerin. Dort plant er sein Ableben. Doch als er zur Tat schreiten will, heftet sich plötzlich Kommissar Decker (Justus von Dohnányi) an seine Fersen.