Der TV-Film "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"

Ein TV-Drama erzählt von den Anfängen der Friedlichen Revolution in den späten 1980ern, als in Leipzig die Ersten auf die Straße gingen.

Der Mann flieht auf einem Rad. Staunend beobachtet Franka, wie er vor der Polizei davonfährt und in einer Gasse verschwindet. Hier ist er sicher. Vorerst. Als er sein Versteck verlässt, verliert er Zettel: Einladungen zu einem Friedensgebet. Verfolgt man ihn deshalb? Franka wird neugierig.

Der Film zum Bestseller „Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution“ (Mittwoch, 28. April, 20.15 Uhr im Ersten und bereits in der Mediathek) erzählt eine Geschichte aus dem Leipzig der späten 1980er.

Darum geht's in "Die unheimliche Leichtigkeit der Revolution"

Die 19-jährige Franka, Tochter einer systemtreuen SED-Genossin, zweifelt am Regime, sieht aber keinen Weg, etwas zu ändern. „Sie möchte die Situation in der DDR verbessern, frei ihre Meinung äußern dürfen“, sagt Darstellerin Janina Fautz im Interview. „Doch seit Kindertagen wird ihr eingeredet, dies sei nicht machbar. Ihre zufällige Begegnung mit dem Fremden eröffnet neue Möglichkeiten, die sie vorher nicht gesehen hat.“

Franka folgt der Einladung und nimmt an einer Umweltandacht in der Kirche teil. Jede Woche treffen sich dort junge Menschen, um im vermeintlichen Schutz des Gotteshauses über Missstände zu sprechen. Franka ist fasziniert von der Unbeschwertheit der Aktivisten: nächtelange Diskussionen unter freiem Himmel, Wohnen im Abrisshaus, Flirts, Protestaktionen. Die Gruppe lebt für ihre Ideen. „Umweltaspekte sind ihnen zwar wichtig, aber eigentlich geht es um so viel mehr“, sagt Fautz. „Sie fordern die Grundpfeiler der Demokratie ein: Versammlungsfreiheit, freie Meinungsäußerungen. Dinge, die für uns heute selbstver